05 May 2026, 02:27

76 Prozent der Deutschen befürworten Vermögensabgabe für Spitzenverdiener

Plakat aus der deutschen Revolution von 1910, das eine Gruppe von Menschen und eine Krone mit Text zeigt.

76 Prozent der Deutschen befürworten Vermögensabgabe für Spitzenverdiener

Hohe Zustimmung für geplante Vermögensabgabe auf Spitzenverdiener in Deutschland

Eine vorgeschlagene Vermögenssteuer für die höchsten Einkommensbezieher in Deutschland stößt auf breite öffentliche Unterstützung. Eine aktuelle Umfrage ergab, dass 76 Prozent der Befragten höhere Abgaben für Personen mit einem Jahreseinkommen von über 300.000 Euro befürworten. Die Idee findet dabei über Parteigrenzen und Einkommensschichten hinweg Zuspruch.

Die Erhebung, die am 29. und 30. April mit 1.000 Teilnehmenden durchgeführt wurde, zeigte eine deutliche Mehrheit für das Vorhaben. Nur 22 Prozent lehnten die Maßnahme ab, während 2 Prozent unentschieden waren. Besonders hoch war die Zustimmung bei Wählerinnen und Wählern der Grünen mit 95 Prozent, während Anhänger der rechtspopulistischen AfD deutlich weniger Begeisterung zeigten – hier sprachen sich nur 38 Prozent dafür aus.

Selbst in Haushalten mit höheren Einkommen – also bei einem monatlichen Verdienst von 4.000 Euro oder mehr – unterstützten 74 Prozent den Vorschlag. Die Zustimmung erstreckte sich zudem über regionale Grenzen hinweg: Sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland war das Meinungsbild ähnlich. Bei den Parteianhängern lag die Zustimmung bei 89 Prozent der SPD-Wähler, während 73 Prozent der CDU/CSU-Anhänger das Vorhaben guthießen.

Reagierend auf die Umfrageergebnisse erklärte CSU-Chef Markus Söder in der ARD-Sendung Arena, eine Vermögenssteuer sei für ihn „kein Tabu“. Gleichzeitig bekräftigte er jedoch seinen Plan, den Solidaritätszuschlag abzuschaffen – eine Maßnahme, die vor allem Spitzenverdiener entlasten würde. Unterdessen prüfen Koalitionsvertreter nun Möglichkeiten, die Beiträge der wohlhabendsten Steuerzahler zu erhöhen.

Die Umfrage unterstreicht die breite gesellschaftliche Unterstützung für eine stärkere Besteuerung der Topverdiener in Deutschland. Da politische Entscheidungsträger nun über Anpassungen nachdenken, dürfte die Debatte über Umverteilung weiter an Fahrt aufnehmen. Die nächsten Schritte hängen davon ab, wie die Abgeordneten diese Vorschläge mit der bestehenden Finanzpolitik in Einklang bringen.

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