15 March 2026, 22:22

AfD Hessen wirft Konkurrenz gezielte Ausgrenzung vor – und behauptet wachsenden Zuspruch

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße in Berlin, Deutschland, mit einer pinken 'Happy Pride March'-Fahne, während Gebäude, Laternenpfähle und Verkehrszeichen die Straße säumen und der Himmel bewölkt ist.

AfD sieht sich im Aufwind nach Kommunalwahlen - AfD Hessen wirft Konkurrenz gezielte Ausgrenzung vor – und behauptet wachsenden Zuspruch

Die Alternative für Deutschland (AfD) in Hessen hat die Konkurrenzparteien scharf dafür kritisiert, was sie als abgestimmte Bemühungen bezeichnet, die Partei aus der Politik auszuschließen. Die Parteiführung wirft CDU, SPD, Grünen und FDP vor, gemeinsam zu verhindern, dass die AfD an Koalitionen oder öffentlichen Debatten teilhat. Ihrer Ansicht nach gehört zu dieser Strategie auch, die Positionen der Partei als extremistisch oder mit dem Nationalsozialismus in Verbindung stehend darzustellen – insbesondere nach ihren Wahlerfolgen 2023 und in der Diskussion um die Migrationspolitik.

Bei den Kommunalwahlen 2021 hatte die AfD in Hessen 6,9 Prozent der Stimmen erhalten. Nun behaupten die beiden Landesvorsitzenden Robert Lambrou und Andreas Lichert, die Unterstützung habe sich mehr als verdoppelt. Den Aufstieg führen sie auf die wachsende Präsenz der Partei in der Kommunalpolitik zurück.

Die AfD wirft den anderen Parteien wiederholt vor, eine "Brandmauer"-Taktik anzuwenden, um sie von Machtbeteiligung fernzuhalten. Nach Ansicht ihrer Führungskräfte gehört dazu auch, dass Medien und politische Gegner die Positionen der Partei als jenseits des demokratisch Akzeptablen darstellen. Solche Methoden zielten darauf ab, den politischen Wettbewerb zu unterdrücken, statt sich inhaltlich mit den Forderungen der AfD auseinanderzusetzen, so die Vorwürfe.

Trotz dieser Hindernisse betont die Partei, dass ihre lokale Ausweitung den Widerstand bröckeln lässt. Lambrou und Lichert behaupten, die Strategie der Ausgrenzung und Dämonisierung verliere an Wirkung. Ihr Ziel sei es, die Interessen der Wähler mit mehr Vertretern in kommunalen Gremien in ganz Hessen durchzusetzen.

Die Äußerungen der AfD spiegeln die anhaltenden Spannungen um ihre Rolle in der deutschen Politik wider. Die Parteiführung verweist auf den wachsenden lokalen Zuspruch als Beleg dafür, dass Ausschlussstrategien an Wirkung verlieren. Nun will die AfD ihre gestärkte Position nutzen, um in der regionalen Entscheidungsfindung mehr Einfluss zu gewinnen.

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