29 June 2026, 18:43

Bachmann-Preis 2024: Schaette holt Doppelsieg – Kritik und Mut dominieren die Bühne

In Frontal Opposition zu Allem

Bachmann-Preis 2024: Schaette holt Doppelsieg – Kritik und Mut dominieren die Bühne

Bachmann-Preis: Schaette gewinnt Hauptpreis und Publikumspreis – scharfe Kritik und markante Auftritte prägen die Veranstaltung

Die Verleihung des Bachmann-Preises ist mit der Ehrung mehrerer Autor:innen für ihre herausragenden Werke zu Ende gegangen. Schaette erhielt den mit 30.000 Euro dotierten Hauptpreis sowie den Publikumspreis für ihren Text „Was wir tragen“. Die Veranstaltung war zudem von scharfer Kritik und mutigen Statements der Teilnehmer:innen geprägt.

Schaettes preisgekrönter Text setzt sich mit den langfristigen Folgen von Gewalt und den Bewältigungsstrategien übergewichtiger Menschen auseinander. Ihre Arbeit fand sowohl bei der Jury als auch beim Publikum großen Anklang.

Kinga Tóth wurde mit dem KELAG-Preis für ihren sprachlichen Witz und die Darstellung des Lebens eines „Ostblock-Mädchens“ ausgezeichnet. Ozan Zakariya Keskinkılıç erhielt den Deutschlandfunk-Preis für seinen Text „Vater ohne Sohn“.

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Die in diesem Jahr ausschließlich aus Frauen bestehende Jury hob in vielen Einsendungen wirtschaftliche Notlagen hervor. Ein wiederkehrendes Thema war die „Faszination für die Unterschicht“. Motive wie der „Fleck“ tauchten häufig auf – als Symbol für prekäre Lebensumstände.

Slata Roschal nutzte die Bühne, um die Literaturwelt zu kritisieren. Sie prangerte schlecht bezahlte Stipendien und magere Gewinnspannen an. Nach ihrer Lesung kündigte sie an, sofort zu gehen, und weigerte sich, der Jury gegenüberzutreten – ein Vorhaben, das sie auch in die Tat umsetzte.

Die Preisverleihung feierte kraftvolle Erzählkunst und gesellschaftskritische Stimmen. Schaettes Doppelsieg und die Beobachtungen der Jury unterstreichen den Fokus der Veranstaltung auf marginalisierte Perspektiven. Roschals Abgang erinnerte eindringlich an die finanziellen Herausforderungen der Branche.

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