25 June 2026, 14:18

Bauwirtschaft im April: Tiefbau wächst, Materialkosten belasten die Branche schwer

Wendepunkt noch ausstehend

Bauwirtschaft im April: Tiefbau wächst, Materialkosten belasten die Branche schwer

Deutscher Bausektor zeigt im April gemischte Entwicklung

Im April präsentierte sich die deutsche Bauwirtschaft mit uneinheitlichen Ergebnissen: Während einige Bereiche wuchsen, kämpften andere mit Rückgängen. Der Tiefbau führte die positive Entwicklung an und steigerte die Umsätze in allen drei Hauptsegmenten. Doch steigende Materialkosten setzen die Unternehmen der gesamten Branche zunehmend unter Druck.

Im öffentlichen Bau verzeichnete der Sektor im April einen Umsatzanstieg, da staatliche Auftraggeber mehr Projekte als im Vormonat vergaben. Besonders der Tiefbau trieb das Gesamtwachstum voran und sorgte für positive Zahlen in der gesamten Branche.

Der Wohnungsbau war das einzige Segment im Nichtwohnungsbau, das sowohl bei den Umsätzen als auch bei den Neuaufträgen im Vergleich zum Vorjahr Zuwächse verbuchen konnte. Erstmals seit Monaten lagen beide Kennziffern im April über den vorherigen Werten. Auch der Gewerbe- und Industriebau trug dazu bei: Die Umsätze stiegen nominal um 6,8 %, die Neuaufträge leicht um 2,6 %.

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Branchenweit erhöhten sich die Neuaufträge im April um 1,8 % im Vorjahresvergleich. Dennoch blieb der kumulierte Umsatz von Januar bis April auf dem gleichen Niveau wie im entsprechenden Zeitraum 2025. Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, verwies auf die „sehr unterschiedliche Entwicklung“ im April.

Die Materialkosten stiegen weiter an – allein der Preis für Bitumen kletterte im Mai 2026 um 31,2 % gegenüber dem Vorjahr. Der Kostenschub belastet mittlerweile Unternehmen in allen Bereichen der Bauwirtschaft.

Die April-Bilanz der Branche zeigt sowohl Wachstumschancen als auch Herausforderungen: Während Wohnungsbau und Tiefbau solide Ergebnisse lieferten, werden die steigenden Materialpreise zur finanziellen Belastungsprobe. Die Unternehmen müssen nun Wege finden, diese Druckfaktoren zu bewältigen, ohne die positive Dynamik bei Aufträgen und Umsätzen zu gefährden.

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