Berliner Linke will Mietendeckel für 400.000 kommunale Wohnungen durchsetzen
Frida StiebitzBerliner Linke will Mietendeckel für 400.000 kommunale Wohnungen durchsetzen
Berlins Linke legt neuen Mietendeckel-Plan für 400.000 kommunale Wohnungen vor
Die Berliner Linke hat einen neuen Vorschlag für eine Mietenbegrenzung vorgelegt, der sich auf die rund 400.000 kommunalen Wohnungen der Stadt richtet. Das Ziel der Initiative ist es, die Wohnkosten für fast eine Million Bewohner zu stabilisieren, indem Mieterhöhungen gedeckelt und überteuerte Mietverträge reduziert werden. Die Parteiführung wirft der aktuellen Politik vor, die preisdämpfende Funktion der städtischen Wohnungsbaugesellschaften geschwächt zu haben.
Laut dem Plan sollen Mieten für Neuvermietungen und Wiedervermietungen auf dem Niveau der Vormieter eingefroren werden – oder höchstens zehn Prozent unter der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. In den nächsten fünf Jahren dürfen Vermieter die Mieten jährlich nur um ein Prozent erhöhen, wobei einmalig innerhalb von zwei Jahren eine Anhebung um zwei Prozent möglich wäre. Überhöhte Mieten, die die gesetzliche Obergrenze um mehr als 20 Prozent überschreiten, sollen auf maximal zehn Prozent über der Vergleichsmiete gesenkt werden.
Auch die Kosten für Modernisierungen würden auf 1,50 Euro pro Quadratmeter begrenzt, um sicherzustellen, dass Sanierungen die Mieten nicht über die Zehn-Prozent-Grenze treiben. Die bestehenden Sozialklauseln, die die Mietbelastung auf 27 Prozent des Haushaltseinkommens deckeln, blieben erhalten. Die Linke argumentiert, dass die Maßnahme den Berliner Mietspiegel insgesamt senken und den Druck auf den privaten Wohnungsmarkt verringern würde.
Elif Eralp, die Kandidatin der Partei für das Amt der regierenden Bürgermeisterin, bezeichnete die Pläne als notwendige Schritte, um Mieten "unter Marktniveau" zu halten und "stabilen, bezahlbaren Wohnraum" zu schaffen. Der Vorschlag kritisiert den aktuellen Senat dafür, die steigenden Kosten nicht verhindert zu haben, und moniert, dass kommunale Wohnungsunternehmen ihre Preiskontrolle verloren hätten.
Der Plan soll zunächst für fünf Jahre gelten, bevor er überprüft wird. Bei einer Umsetzung würde er direkt rund 400.000 Wohnungen betreffen, die von Berlins sechs städtischen Wohnungsbaugesellschaften verwaltet werden. Die Linke erwartet, dass die Regelung die Mieten in der gesamten Stadt senken und weitere Steigerungen im privaten Sektor bremsen würde.






