Bistum Mainz verzeichnet überraschenden Millionenüberschuss für 2025
Maria-Theresia ThanelBistum Mainz verzeichnet überraschenden Millionenüberschuss für 2025
Das Bistum Mainz verzeichnet für das Haushaltsjahr 2025 einen Überschuss von 87 Millionen Euro. Dieses unerwartete Ergebnis geht vor allem auf eine einmalige buchhalterische Anpassung im Zusammenhang mit Pensionsrückstellungen zurück. Die Kirchensteuer blieb mit 224,7 Millionen Euro im selben Zeitraum die wichtigste Einnahmequelle des Bistums.
Der Großteil des Überschusses – rund 85 Millionen Euro – wurde den Rücklagen des Bistums zugeführt. Die zusätzlichen Mittel resultieren aus einer Anpassung in Höhe von 61,5 Millionen Euro nach der Auflösung von Pensions- und Versorgungsrückstellungen. Stephanie Rieth, Vertreterin des Generalvikars, betonte, dass dieser unerwartete Zuwachs die Möglichkeit biete, die finanziellen Reserven für künftige Bedürfnisse zu stärken.
Ein leichter Anstieg der Kirchensteuereinnahmen im Jahr 2025 war auf höhere Kapitalertragssteuern zurückzuführen. Dieser Zuwachs reichte jedoch nicht aus, um die steigenden Kosten zu decken. Zudem rechnet das Bistum damit, dass eine alternde Belegschaft in den kommenden Jahren die Personalausgaben verringern wird.
Für das Jahr 2026 prognostiziert die Finanzabteilung einen moderaten Anstieg der Kirchensteuereinnahmen auf 225,7 Millionen Euro. Dennoch bleiben Inflation und steigende Ausgaben anhaltende Herausforderungen. Langfristig erwartet das Bistum aufgrund demografischer Veränderungen und austretender Mitglieder einen Rückgang der Kirchensteuereinnahmen.
Um die finanzielle Stabilität im nächsten Jahrzehnt zu sichern, plant das Bistum eine Konsolidierung seiner Aktivitäten. Dazu gehören die Konzentration auf Kernaufgaben, die Reduzierung von Dienstleistungen, der Verkauf von Immobilien und die Senkung der Fixkosten. Mit diesen Maßnahmen sollen sowohl kurzfristige Belastungen als auch langfristige Einnahmetrends bewältigt werden.
