19 March 2026, 16:29

Boryszew schließt beide Werke in Sachsen-Anhalt bis Jahresende

Detailliertes technisches Zeichnung eines Motors aus dem deutschen Patent 890,000,000, das Kolben, Ventile und andere Komponenten zeigt.

Kein Investor: Auto-Zulieferer Boryszew stoppt Produktion - Boryszew schließt beide Werke in Sachsen-Anhalt bis Jahresende

Boryszew Kunststofftechnik, ein großer Zulieferer der Automobilindustrie in Sachsen-Anhalt, wird seine Produktionsstandorte bis Ende 2023 schließen. Das auf Innenraumkomponenten spezialisierte Unternehmen hatte im März 2025 Insolvenz angemeldet, nachdem es nicht gelungen war, neue langfristige Aufträge zu sichern. Die Belegschaft an den beiden deutschen Standorten wurde nun über die Schließung informiert.

Von der Entscheidung betroffen sind rund 430 Beschäftigte an den Standorten Gardelegen und Idar-Oberstein. In Gardelegen arbeiten 330 Menschen, in Idar-Oberstein etwa 100. Beide Werke werden bis zum Produktionsstopp Ende des Jahres weiterbetrieben.

Der Insolvenzverwalter Silvio Höfer bestätigte die Schließung, nachdem Versuche, einen neuen Investor zu finden, gescheitert waren. Die anhaltenden Schwierigkeiten in der deutschen Automobilbranche hätten es unmöglich gemacht, Käufer zu gewinnen. Die Volkswagen Group, einer der wichtigsten Abnehmer von Boryszew, erteilte nicht mehr genug Aufträge, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Boryszew galt lange als bedeutender Akteur in der Region und belieferte die Automobilindustrie mit Innenraumkomponenten. Doch nachlassende Nachfrage und branchenspezifische Herausforderungen ließen dem Unternehmen keine überlebensfähige Perspektive.

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Die Produktion wird bis Dezember 2023 vollständig heruntergefahren, womit die Tätigkeit an beiden Standorten endet. Die Beschäftigten bleiben bis dahin angestellt, doch eine langfristige Lösung konnte nicht gefunden werden. Die Schließung markiert das Ende von Boryszews Präsenz in der deutschen Automobil-Zulieferkette.

Quelle