Brandenburg plant 24/7-Supermärkte ohne Personal und mit Automatisierungstechnik
Maria-Theresia ThanelBrandenburg plant 24/7-Supermärkte ohne Personal und mit Automatisierungstechnik
Brandenburg ebnet Weg für rund um die Uhr geöffnete, vollautomatisierte Supermärkte
Brandenburg will als nächstes Bundesland vollautomatisierte, personalfreie Supermärkte rund um die Uhr zulassen. Damit folgt das Land sechs anderen Bundesländern, in denen sogenannte Smart Stores bereits 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche betrieben werden dürfen. Die Koalitionsregierung hat nun Änderungen des Ladenschlussgesetzes auf den Weg gebracht, um dies zu ermöglichen.
Aktuell dürfen Geschäfte in Brandenburg von Montag bis Samstag durchgehend geöffnet bleiben. Zudem ist an sechs Sonn- oder Feiertagen pro Jahr ein Verkauf erlaubt. Die neuen Regelungen würden diese Öffnungszeiten auf vollautomatisierte Läden ausweiten – eine Entlastung vor allem für Regionen, in denen klassische Supermärkte zunehmend verschwinden.
Sozialminister René Wilke (SPD) begrüßt die Pläne. Er sieht darin eine Chance, die lokale Versorgung zu verbessern und die Lebensbedingungen im gesamten Land gerechter zu gestalten. Bevor das Vorhaben Gesetz wird, muss es jedoch noch den Landtag passieren.
Sechs weitere Bundesländer – Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen – haben bereits ähnliche Anpassungen vorgenommen. Ihre Gesetze erlauben den 24/7-Betrieb von Smart Stores, sofern strenge technische und sicherheitsrelevante Auflagen erfüllt werden.
Falls der Landtag zustimmt, könnten in Brandenburg künftig automatisierte Mini-Supermärkte ohne Unterbrechung geöffnet bleiben. Besonders in ländlichen Gebieten, wo herkömmliche Läden kaum noch rentabel sind, sollen sie Versorgungslücken schließen. Über den Entwurf wird nun im Parlament beraten, bevor eine endgültige Entscheidung fällt.






