31 March 2026, 16:30

Brandenburgs Hochschulen bekommen mehr Freiheit – und weniger Bürokratie

Gruppe von Schülern marschiert in Berlin mit einer leuchtend bunten "Students for Future"-Schleife vor einem Hintergrund aus Gebäuden, Bäumen und Himmel.

Brandenburgs Hochschulen bekommen mehr Freiheit – und weniger Bürokratie

Brandenburg reformiert sein Hochschulsystem: Schnellere Berufungen und weniger Bürokratie

Brandenburg steht vor einer grundlegenden Reform seines Hochschulsystems: Ein neues Gesetz soll die Berufung von Professoren beschleunigen und bürokratische Hürden abbauen. Die Neuerungen geben den Universitäten mehr Kontrolle über Personalentscheidungen und vereinfachen gleichzeitig die Studienplatzvergabe. Die Landesregierung erhofft sich davon eine Stärkung der akademischen Spitzenforschung und eine führende Rolle Brandenburgs in den Digitalwissenschaften.

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Der Landesregierung hat einen Entwurf für das neue Hochschulgesetz verabschiedet, das für alle öffentlichen Hochschulen in Brandenburg gelten soll. Bisher dauert die Berufung eines Professors oder einer Professorin zwischen 12 und 24 Monate – künftig soll dieser Prozess auf 6 bis 12 Monate verkürzt werden. Zudem erhalten die Hochschulen dauerhaft das Recht, Professoren selbstständig zu berufen und zu befördern, was die qualitätsorientierte Personalauswahl stärken soll.

Die Reformen stehen im Einklang mit einer Vereinbarung aus dem Jahr 2025 zwischen der Landesregierung, der Universität Potsdam und der Hasso-Plattner-Stiftung. Der SAP-Mitgründer Hasso Plattner plant, das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam auszubauen und es zum führenden europäischen Zentrum für Digitalwissenschaften zu machen. Gleichzeitig wird das neue Gesetz die Immatrikulation für Studierende vereinfachen und so den akademischen Aufschwung der Region weiter vorantreiben.

Matthias Barth, Präsident der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, begrüßte die Änderungen als "wichtigen Schritt zu mehr Hochschulautonomie". Die Pläne böten die Chance, die Wettbewerbsfähigkeit des brandenburgischen Hochschulstandorts insgesamt zu steigern.

Der Gesetzentwurf geht nun in die nächste Runde zur endgültigen Verabschiedung. Bei Annahme erhalten die Hochschulen des Landes mehr Eigenverantwortung bei Personalentscheidungen und können bürokratische Verzögerungen reduzieren. Das Land erwartet dadurch schnellere Berufungsverfahren sowie ein effizienteres System für Studierende und Forschende.

Quelle