Braunschweig plant autofreies Kreativviertel am Großen Hof statt Parkplätze
Claudius KeudelBraunschweig plant autofreies Kreativviertel am Großen Hof statt Parkplätze
Braunschweig plant Umwandlung des Großen Hofs in ein lebendiges, autofreies Kreativquartier
Die Stadt Braunschweig steht kurz davor, das Gebiet um den Großen Hof in ein lebendiges, autoreduziertes Kreativviertel zu verwandeln. Mit dem Projekt sollen drängende Probleme wie Schulschließungen und ein Überangebot an Parkplätzen angegangen werden. Über die Umgestaltungspläne stimmt der Stadtrat kommenden Dienstag ab – ein entscheidender Schritt für die Erneuerung des Viertels.
Der Große Hof soll offiziell zum städtebaulichen Sanierungsgebiet erklärt werden. Bei einer Zustimmung entsteht dort ein gemischt genutztes Quartier mit Wohnraum, Ateliers für Künstler:innen und der Städtischen Galerie. Teile des Entwurfs basieren auf dem Siegerbeitrag des Wettbewerbs „Wohn- und Kreativquartier Großer Hof“ aus dem Jahr 2024.
Geplant sind zudem neue soziale Infrastrukturprojekte wie eine Kita und ein Familienbegegnungszentrum. Grünflächen sollen nachhaltig aufgewertet werden, um die Dominanz von Parkplätzen zurückzudrängen. Die Gesamtkosten von 60 Millionen Euro werden zu einem Teil von der Stadt Braunschweig getragen, die 7,9 Millionen Euro bereitstellt. Den Rest decken Fördermittel des Landes und des Bundes für Stadtentwicklung.
Die Stadtverwaltung wird sich um Mittel aus dem Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ bewerben, um zusätzliche Unterstützung zu sichern. Über den Erfolg des Projekts entscheidet die anstehende Ratsabstimmung, die den Weg für eine langfristige Belebung des Gebiets ebnen könnte.
Die Neugestaltung des Großen Hofs würde dem Viertel neuen Wohnraum, kulturelle Räume und verbesserte öffentliche Flächen bringen. Die Finanzierung durch Bund, Land und Kommune deckt den Großteil der 60 Millionen Euro ab. Bei einer Zustimmung des Rates könnten die Bauarbeiten und Aufwertungen bald beginnen.






