30 June 2026, 16:27

Braunschweigs Händler kämpfen gegen Umsatzeinbußen durch jahrelange Baustellen

Keine Soforthilfe für durch Bauarbeiten geschädigte Unternehmen: Das wird nicht passieren

Braunschweigs Händler kämpfen gegen Umsatzeinbußen durch jahrelange Baustellen

In Braunschweig hat sich eine politische Debatte darüber entfacht, wie Unternehmen unterstützt werden können, die unter langfristigen Baustellen leiden. Händler am Hagenmarkt, am Bültenweg und in der Helmstedter Straße berichten von rückläufigem Kundenverkehr und verlorenen Parkplätzen aufgrund der anhaltenden Bauarbeiten. Die Problematik hat nun einen Antrag im Stadtrat ausgelöst, um die finanzielle Belastung dieser Betriebe zu lindern.

Robert Glogowski gemeinsam mit der BIBS-Gruppe brachte einen Antrag ein, den Baustellenfonds wieder einzurichten. Er argumentierte, die Stadt müsse verhindern, dass eigene Projekte lokale Unternehmen schädigten. Der Fonds existiert zwar bereits, ist jedoch derzeit nicht mit Mitteln ausgestattet, da der städtische Haushalt stark belastet ist.

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Kritiker wie Bianca Braunschweig von den Grünen und Maximilian Pohler von der CDU lehnten den Vorschlag ab. Sie hielten ihm vor, keine nachhaltige Lösung zu bieten, und betonten, dass die Unterstützung der Infrastruktur langfristig angelegt sein müsse. Noch vor der Ratssitzung brachten SPD, CDU und Grüne in letzter Minute einen Änderungsantrag zu Glogowskis Vorlage ein.

Der Änderungsantrag zielt darauf ab, die Hilfe für betroffene Unternehmen durch eine Auswertung vergangener Erfahrungen zu verbessern. Er wurde angenommen und modifizierte damit den ursprünglichen Antrag. Die Ergebnisse dieser Bewertung sollen an die zuständigen Ausschüsse des Rates weitergeleitet werden, bevor in den Haushaltsberatungen für 2027/2028 weitere Entscheidungen über die Finanzierung getroffen werden.

Der Rat hat sich nun darauf verständigt, zu prüfen, wie Unternehmen, die von langwierigen Bauprojekten betroffen sind, künftig besser unterstützt werden können. Die Ergebnisse sollen in die künftigen Haushaltsdebatten einfließen. Der Baustellenfonds bleibt vorerst jedoch ohne Mittel.

Quelle