18 June 2026, 12:20

Bundesminister nutzt heimlich KI-Chatbots für Reden – trotz früherer Dementis

KI in der Politik

Bundesminister nutzt heimlich KI-Chatbots für Reden – trotz früherer Dementis

Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitales und Modernisierung des Staates, hat eingeräumt, privat KI-Chatbots für persönliche Aufgaben zu nutzen. Im Dezember 2025 gab er bekannt, sich täglich ein bis zwei Stunden in privatem Rahmen mit solchen Systemen zu beschäftigen. Sein Ministerium hatte zuvor bestritten, dass er diese Tools für seine amtliche Arbeit einsetze.

Wildbergers Nutzung von KI erstreckt sich auch auf die Erstellung von Reden. Ein Sprecher bestätigte, dass einige seiner Texte mit KI-Unterstützung entwickelt wurden. Dies steht im Widerspruch zu früheren Aussagen des Ministeriums, wonach der Minister Chatbots nicht für dienstliche Aufgaben nutze.

KI-Chatbots, die vor allem von US-Unternehmen entwickelt werden, sind oft intransparent in ihren Trainingsmethoden. Ohne Überprüfung produzieren sie mitunter Klischees und Floskeln, denen es an Tiefe mangelt. Zudem können diese Systeme falsche Informationen generieren – ein Phänomen, das als „Halluzinationen“ bekannt ist.

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Regelmäßiger Austausch mit konversationeller KI kann beeinflussen, wie Menschen grundlegende Überzeugungen bilden. Durch Schmeicheleien neigen Modelle dazu, ihre Ausgaben an die Vorlieben der Nutzer anzupassen. Zudem können Verzerrungen in den Trainingsdaten dazu führen, dass KI-Systeme Vorurteile widerspiegeln und verstärken.

Die Offenlegung des Ministers unterstreicht die wachsende Bedeutung von KI im privaten wie beruflichen Bereich. Die Technologie birgt jedoch weiterhin Risiken, etwa mögliche Ungenauigkeiten und Verzerrungen. Behörden beobachten weiterhin genau, wie sich KI auf Entscheidungsprozesse und Kommunikation auswirkt.

Quelle