Bundespolizei droht Blackout bei Körperkameras – und die Zeit drängt
Evangelos RörrichtBundespolizei droht Blackout bei Körperkameras – und die Zeit drängt
Deutschlands Bundespolizei droht der Ausfall funktionstüchtiger Körperkameras
Die Beschaffung neuer Geräte stockt, sodass Beamte Gefahr laufen, ein wichtiges Arbeitsmittel zu verlieren. Nun steht die Behörde unter Druck, das Problem noch vor 2023 zu lösen.
Die Krise begann, als der aktuelle Lieferant ankündigte, die Unterstützung für die bestehenden Modelle einzustellen. Die Polizeigewerkschaft war darüber bereits seit einiger Zeit informiert. Eine neue Ausschreibung über 2.500 Kameras – mit Option auf weitere 1.500 – wurde mit einem Budget von fünf Millionen Euro gestartet.
Das Verfahren scheiterte jedoch, nachdem zusätzliche Anforderungen wie austauschbare Akkus das Angebot für Bieter weniger attraktiv machten. Einige Kameras waren zudem nahtlos mit den Tasern der Polizei kompatibel, was die Sache weiter verkomplizierte. Die Behörden hoffen nun, dass der aktuelle Lieferant die Unterstützung vorläufig verlängert – doch auch das würde Millionen kosten.
Körperkameras haben sich bereits in Hochrisikobereichen wie Bahnhöfen bewährt. Sie helfen, Konflikte zu entschärfen, und liefern in aggressiven oder kriminellen Vorfällen entscheidende Beweismittel. Ohne eine Lösung könnten die Beamten ab dem nächsten Jahr ohne funktionierende Kameras dastehen. Das Bundesinnenministerium wird aufgefordert, schnell zu handeln. Der Mangel könnte den Polizeieinsatz und die Beweissicherung in der gesamten Behörde beeinträchtigen.
