20 March 2026, 18:21

Christian Ulmen in der Kritik: Ex-Frau wirft ihm digitale Identitätsfälschung vor

Schwarze und weiße Zeitschriftentitel 'Humoristische Liste' mit einem Mann im Anzug mit ernster Miene und einer Frau mit leichtem Grinsen.

Christian Ulmen in der Kritik: Ex-Frau wirft ihm digitale Identitätsfälschung vor

Deutscher Komiker Christian Ulmen sieht sich schweren Vorwürfen seiner Ex-Frau ausgesetzt

Der deutsche Komödiant Christian Ulmen steht nach schweren Anschuldigungen seiner Ex-Frau, der Schauspielerin Collien Fernandes, in der Kritik. Sie wirft ihm vor, unter ihrem Namen gefälschte Online-Profile erstellt, explizite Inhalte verbreitet und sich betrügerisch verhalten zu haben. Die Vorwürfe haben eine erneute Debatte über sein früheres Schaffen ausgelöst, das häufig von frauenfeindlichem Humor geprägt war.

Fernandes bezeichnete Ulmens Handlungen als "virtuelle Vergewaltigung" und erklärte, er habe wiederholt Grenzen überschritten – insbesondere gegenüber Frauen. Die Anschuldigungen führen nun zu einer öffentlichen Auseinandersetzung damit, wie solches Verhalten in der Vergangenheit oft verharmlost oder ignoriert wurde.

Ulmen baute seine Karriere auf der Darstellung vulgärer, kontrollierender Figuren auf. Mitte der 2000er-Jahre spielte er in der Reality-Show "Mein neuer Freund" wöchentlich einen anderen "schrecklichen Freund". Das Konzept: Frauen stellten ihren neuen Partner ihren Familien vor – doch Ulmens Charakter benahm sich dabei abscheulich. Wer die Demütigung bis zum Ende ertrug, erhielt eine Geldprämie.

Seine umstrittenste Rolle übernahm er 2013 in "Wer will meine Freundin vögeln?" – einer satirischen Quizshow auf Tele 5. Als Uwe Wöllner, eine Figur mit schiefem Gebiss, moderierte er einen Wettbewerb, in dem Männer mit der Attraktivität ihrer Freundinnen prahlten, während die Frauen selbst keine aktive Rolle hatten, sondern lediglich bewertet wurden. Eine weitere bekannte Figur Ulmens war der adlige Alexander von Eich, der seine Freundin mit einem Stock herablassend behandelte – ein Muster, das die Erniedrigung von Frauen für komödiantische Zwecke fortsetzte.

Fernandes' aktuelle Aussagen zeigen jedoch eine düstere Seite jenseits der Bühnenperformance. Sie behauptet, Ulmen habe sie online imitiert, pornografisches Material unter ihrem Namen verbreitet und sogar TelefONSEX geführt, während er vorgab, sie zu sein. Die Vorwürfe treffen einen Nerv – viele verweisen dabei auf die Worte der Missbrauchsüberlebenden Gisèle Pelicot: "Die Scham muss die Seite wechseln." Einige, darunter der Autor eines aktuellen Kommentars, geben mittlerweile zu, Fernandes' Beziehung zu Ulmen einst infrage gestellt zu haben – eine Einschätzung, die sie heute bereuen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Anschuldigungen gegen Ulmen werfen ein neues Licht auf seine Vergangenheit, in der sich Satire und Ausbeutung oft vermischten. Seine früheren Rollen, die Frauen für Unterhaltungszwecke objektivierten, werden nun vor dem Hintergrund von Fernandes' Vorwürfen neu bewertet. Der Fall löst eine breitere Debatte über Verantwortung aus – insbesondere dann, wenn schädliches Verhalten als Comedy getarnt wird.

Quelle