Deutsche Bank schließt ihr Berliner PalaisPopulaire nach nur acht Jahren
Maria-Theresia ThanelDeutsche Bank schließt ihr Berliner PalaisPopulaire nach nur acht Jahren
Die Deutsche Bank wird ihr Ausstellungshaus PalaisPopulaire in Berlin schließen. Die Entscheidung fällt nach Ablauf des Mietvertrags für das historische Palais Unter den Linden. Die 2018 eröffnete Einrichtung hatte die nahegelegene Kunsthalle als Zentrum für zeitgenössische Kunst abgelöst.
Das PalaisPopulaire wurde 2018 im ehemaligen Prinzessinnenpalais an der Prachtstraße eröffnet und löste die Kunsthalle ab, die zuvor internationale zeitgenössische Kunst zeigte. Das Programm läuft nun bis Ende 2026 weiter.
Für November ist als Abschied ein großes Kulturfestival geplant. Erste Berichte über die Schließung erschienen im Tagesspiegel und im Kunstmagazin Monopol. Die Sammlung der Bank mit 2.000 Werken in Berlin bleibt an verschiedenen Standorten zugänglich.
Die Deutsche Bank will ihr kulturelles Engagement in der Stadt neu ausrichten. Künftig sollen flexible Formate und die Förderung von Nachwuchskünstlern im Vordergrund stehen.
Mit der Schließung endet eine Ära für das PalaisPopulaire. Doch die Bank wird ihre Unterstützung für zeitgenössische Kunst fortsetzen – wenn auch in neuen Formen und an verschiedenen Orten Berlins.
