20 June 2026, 02:16

Die Linke wählt neuen Co-Chef – innerparteiliche Machtkämpfe und Programmdiskussionen in Potsdam

Linkspartei startet Bundesparteitag in Potsdam

Die Linke wählt neuen Co-Chef – innerparteiliche Machtkämpfe und Programmdiskussionen in Potsdam

Die Linke hat am Freitag in Potsdam ihren Bundesparteitag eröffnet. Die dreitägige Veranstaltung steht im Zeichen der Wahl eines neuen Co-Vorsitzenden, der an der Seite der Parteichefin Ines Schwerdtner agieren soll. Die Delegierten werden zudem über zentrale programmatische Fragen debattieren, darunter die Haltung der Partei zur israelischen Regierung.

Der Parteitag begann mit der Bekanntgabe von Jan van Akens Rücktritt als Co-Vorsitzender. Er begründete seinen Schritt mit gesundheitlichen Gründen, betonte jedoch, es gebe keinen Anlass zur Sorge. Sein Ausscheiden ebnet den Weg für einen internen Führungswettstreit.

Luigi Pantisano hat seine Kandidatur für die Nachfolge van Akens erklärt. Sein Ziel ist es, bei der anstehenden Abstimmung mindestens 70 Prozent der Delegiertenstimmen zu gewinnen. Die Wahl wird ein zentraler Höhepunkt des Parteitags sein.

Zu den programmatischen Debatten gehört ein geplanter Deckel für die Aufwandsentschädigungen von Abgeordneten. Dem Vorschlag zufolge müssten gewählte Vertreter Überschüsse an einen sozialen Parteifonds spenden. Das Thema hat bereits innerparteiliche Kontroversen ausgelöst.

Die Linke hat in den vergangenen Jahren einen spürbaren Wandel in ihrer Mitgliederstruktur erlebt. Die Partei ist jünger und weiblicher geworden, was zu Spannungen zwischen langjährigen Mitgliedern und Neuzugängen führt.

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Der Parteitag dauert drei Tage, wobei die Wahl des Co-Vorsitzenden im Mittelpunkt steht. Die Diskussionen über strittige inhaltliche Positionen und interne Machtverhältnisse werden die künftige Ausrichtung der Partei prägen. Die Ergebnisse werden nicht nur über die Führung entscheiden, sondern auch die Haltung zu zentralen politischen Fragen für die kommende Zeit festlegen.

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