Enso rettet 36 Tegut-Märkte und stärkt ländliche Einkaufskultur
Enso übernimmt bis zu 36 Tegut-Supermärkte – vor allem in ländlichen Regionen
Das Unternehmen Enso hat eine Vereinbarung unterzeichnet, um bis zu 36 Tegut-Filialen zu übernehmen, überwiegend in ländlichen Gebieten. Der Schritt folgt auf eine Partnerschaft mit Migros und steht nun noch unter dem Vorbehalt der Kartellbehörden. Bereits jetzt füllen die „Tante Enso“-Läden des Unternehmens jedoch Lücken, die größere Handelskette in kleineren Gemeinden hinterlassen haben.
Das Konzept von Tante Enso verbindet den Charme eines traditionellen Tante-Emma-Ladens mit modernem Einzelhandel. Fast 90 dieser Geschäfte gibt es mittlerweile bundesweit – oft in Orten, in denen der nächste Supermarkt mindestens fünf Kilometer entfernt liegt. In Lemgow etwa eröffnete eine Tante-Enso-Filiale, nachdem Edeka den Standort geschlossen hatte, und brachte so die lokale Einkaufsmöglichkeit zurück.
Norbert Hegmann, Geschäftsführer von Enso, erläutert, dass sich das Unternehmen auf kleinere Standorte konzentriere, die von größeren Händlern ignoriert würden. Der Laden in Lemgow führt regionale Produkte, darunter Eier und Kartoffeln vom stellvertretenden Bürgermeister. Kunden mit einer Tante-Enso-Karte können sogar rund um die Uhr einkaufen.
Doch die Läden sind mehr als nur Einkaufsstätten – sie dienen als soziale Treffpunkte. Menschen versammeln sich vor den Geschäften, und Veranstaltungen wie „Enso-Grillfeste“ stärken den Zusammenhalt in der Gemeinde. Dieses Modell hat sich besonders in Regionen bewährt, aus denen sich große Händler zurückgezogen haben.
Die Übernahme der Tegut-Standorte würde Ensos Präsenz in unterversorgten ländlichen Gebieten weiter ausbauen. Wird der Deal genehmigt, festigt dies die Rolle des Unternehmens bei der Erhaltung lokaler Einkaufsmöglichkeiten. Bis dahin bleiben die Tante-Enso-Läden eine wichtige Anlaufstelle – sowohl für den täglichen Bedarf als auch als Ort der Begegnung für die Bewohner.






