EU-Digital-Identität: Wie die neue Brieftasche unser Online-Leben verändern soll
Claudius KeudelEU-Digital-Identität: Wie die neue Brieftasche unser Online-Leben verändern soll
Die EU entwickelt ein neues digitales Identitätssystem, um die Identitätsprüfung in den Mitgliedstaaten zu vereinfachen. Die sogenannte EU-Digital-Identitäts-Brieftasche (EU Digital Identity Wallet) soll Bürgern ermöglichen, ihre Identität sicher nachzuweisen, wenn sie Online-Dienste nutzen. Erste Testläufe laufen bereits, der vollständige Start ist für Januar 2027 geplant.
Das System baut auf dem bestehenden deutschen elektronischen Identitätsrahmen auf, der in den Personalausweisen integriert ist. Die Bundesdruckerei ist mit dem Aufbau der Backend-Infrastruktur beauftragt, um die für die Brieftasche benötigten Personenidentifikationsdaten auszugeben.
Die digitale Brieftasche soll vor allem die Altersverifikation für Erwachsenen-Websites und andere eingeschränkte Dienste erleichtern. Allerdings wurde eine frühe Version einer Altersprüfungs-App kurz nach ihrer Vorstellung durch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen von IT-Sicherheitsexperten kompromittiert.
Nutzer werden damit ihre Identität bestätigen, digitale Dokumente verwalten und die Freigabe persönlicher Daten steuern können. Die Teilnahme bleibt freiwillig, doch die EU fördert die Einführung im Rahmen ihrer umfassenden Digitalstrategie. Parallel dazu treibt die Union weiterhin Chatkontrollen voran und prüft Methoden wie clientseitiges Scannen, um verschlüsselte Kommunikation zu überwachen.
Der Start der EU-Digital-Identitäts-Brieftasche ist für Januar 2027 vorgesehen. Sie soll eine sichere Lösung für Identitätsprüfungen und Dokumentenmanagement bieten. Ihr Erfolg wird davon abhängen, ob es gelingt, Benutzerfreundlichkeit mit robusten Sicherheitsstandards in Einklang zu bringen.
