EZB veröffentlicht vierte Klimaberichte mit Fortschritten bei CO₂-Reduktion und grünen Anleihen
Claudius KeudelEZB veröffentlicht vierte Klimaberichte mit Fortschritten bei CO₂-Reduktion und grünen Anleihen
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren vierten Satz klimabezogener Finanzberichte veröffentlicht. Die Unterlagen umfassen Emissionen und Klimarisiken in ihren Portfolios der Geldpolitik, den Währungsreserven sowie den nicht-geldpolitischen Investitionen. Die Veröffentlichung stellt einen Fortschritt in Sachen Transparenz und ökologischer Verantwortung dar.
Im Jahr 2025 erreichte das Eurosystem seine Zwischenziele zur Reduzierung der Emissionen bei den im Rahmen der Geldpolitik gehaltenen Unternehmensanleihen. Die absoluten CO₂-Emissionen dieser Portfolios sowie der Währungsreserven der EZB gingen weiter zurück. Zudem verzeichnete die Zentralbank Fortschritte bei der Verringerung des relativen CO₂-Fußabdrucks ihrer nicht-geldpolitischen Portfolios, während sie gleichzeitig ihr Engagement in grünen Anleihen ausbaute.
Erstmals bezog die EZB inflationsbereinigte Emissionskennzahlen in ihre Berichte ein. Diese Anpassung ermöglicht eine klarere Einschätzung der tatsächlichen Dekarbonisierung im Zeitverlauf. Darüber hinaus kündigte die Bank an, den Anteil grüner Anleihen in ihrem Eigenmittelportfolio bis 2026 auf 35 Prozent zu erhöhen.
Über den Klimaschutz hinaus erweiterte die EZB ihren Fokus auf naturbezogene Risiken. Sie bewertete die Exposition ihrer Portfolios gegenüber Sektoren, die stark von der Natur abhängig sind oder diese erheblich beeinflussen. Künftige Berichte werden in diesem Bereich ausgebaut, sobald Daten und Berichtsstandards zu naturbezogenen Faktoren verbessert werden.
Die jüngsten Veröffentlichungen zeigen, dass die klimabezogene Berichterstattung der EZB in eine strengere Phase eintritt. Eine schärfere Überprüfung der Emissionen sowie die Einbeziehung naturbezogener Risiken deuten auf eine vertiefte Rechenschaftspflicht hin. Die Bank bleibt entschlossen, ihren ökologischen Fußabdruck in allen relevanten Portfolios weiter zu verringern.






