07 April 2026, 12:25

Fünf neue Traditionen werden deutsches Kulturerbe – von Herrenschneiderei bis Laternenumzug

Plakat zur Ankündigung des Eidgenössischen Schützenfestes in Frauenfeld, Deutschland, das einen Mann im Anzug und eine Frau im Kleid zeigt, die nebeneinander stehen, mit Textdetails.

Fünf neue Traditionen werden deutsches Kulturerbe – von Herrenschneiderei bis Laternenumzug

Deutschland hat fünf neue Traditionen in seine Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Der Staatsminister für Kultur, Wolfram Weimer, und die Deutsche UNESCO-Kommission gaben die Auswahl bekannt. Die neu anerkannten Bräuche reichen von handwerklichen Fähigkeiten über Gemeinschaftsfeste bis hin zu lokalen Sportarten.

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Zu den neu aufgenommenen Traditionen zählt die handwerkliche Kunst der Herrenschneiderei. Diese jahrhundertealte Fertigkeit gesellt sich zur Schaustellerkultur auf Volksfesten, die für ihre lebendige Unterhaltung und tief verwurzelte Geschichte bekannt ist. Beide Praktiken wurden nun offiziell für ihre kulturelle Bedeutung gewürdigt.

Auf der Liste stehen außerdem die Fischerei in der Ostsee, die seit Generationen ein zentraler Bestandteil der Küstenregionen ist, sowie das Straßenfußball auf dem Bolzplatz, ein beliebter städtischer Zeitvertreib. Abgerundet wird die Auswahl durch die Laternenumzüge zum Martinsfest im Rheinland, bei denen Kinder jedes Jahr im November mit leuchtenden Laternen durch die Straßen ziehen.

Bemerkenswert ist, dass einige kulturelle Praktiken keine Berücksichtigung fanden – darunter der Döner, ein beliebtes Gericht mit türkischen Wurzeln, sowie unabhängige, linksgerichtete Buchhandlungen, die seit langem kulturelle Anlaufstellen in vielen Städten sind.

Mit den Neuzugängen umfasst die deutsche Liste des immateriellen Kulturerbes nun 165 Einträge. Die Auszeichnungen unterstreichen die Vielfalt der Traditionen im Land – von handwerklichen Berufen bis hin zu gemeinschaftlichen Aktivitäten. Die Liste wächst weiter und spiegelt sowohl alte Bräuche als auch Alltagskultur wider.

Quelle