Gräfrather Marktfest führt erstmals seit 50 Jahren Eintrittsgeld ein – Senioren protestieren
Maria-Theresia ThanelGräfrather Marktfest führt erstmals seit 50 Jahren Eintrittsgeld ein – Senioren protestieren
Zum ersten Mal seit fast 50 Jahren wird auf dem Gräfrather Marktfest in Solingen ein Eintrittsgeld erhoben. Die Einführung eines 10-Euro-Tickets stellt eine bedeutende Veränderung für die traditionsreiche Veranstaltung dar. Kritiker, darunter der Solinger Seniorenbeirat, äußern Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf ältere Besucherinnen und Besucher.
Die Veranstalter begründen die Gebühr mit steigenden Sicherheitskosten. Von den 10 Euro werden lediglich 2 Euro als Essensgutschein zurückerstattet – für viele Besucher bleibt somit ein Eigenanteil von 8 Euro.
Der Seniorenbeirat hält den Preis für Rentner mit geringem Einkommen für zu hoch. Er warnt davor, dass die Gebühr ältere Menschen vom Besuch abhalten könnte, und damit eine wichtige soziale Verbindung gekappt würde. Veranstaltungen wie dieses Fest helfen Senioren, in Kontakt zu bleiben und Einsamkeit zu vermeiden.
Altersarmut ist in Solingen bereits ein drängendes Problem, viele Ältere leben am Existenzminimum. Der Beirat fordert nun fairere Lösungen, etwa ermäßigte Tickets für Senioren oder eine staffelte Preisgestaltung nach Einkommen.
Die neue Eintrittsgebühr hat eine Debatte darüber ausgelöst, wer die finanziellen Lasten tragen soll. Während die Veranstalter auf die Sicherheitskosten verweisen, betonen Kritiker die Notwendigkeit, den Zugang für benachteiligte Gruppen zu sichern. Der Seniorenbeirat setzt sich weiterhin für Lösungen ein, die das Fest für alle offenhalten.






