06 May 2026, 05:31

Haushaltsstreit eskaliert: Bundesregierung plant Kürzungen bei Wohnungsbauhilfen und Wohngeld

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße, hält ein Banner mit der Aufschrift "Solidarität und Feminismus" und hat parkende Fahrzeuge und Gebäude im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.

Haushaltsstreit eskaliert: Bundesregierung plant Kürzungen bei Wohnungsbauhilfen und Wohngeld

Die deutsche Bundesregierung steht unter Druck, ihre Ausgaben zu kürzen, während das Bundesbauministerium plant, seinen Haushalt um eine Milliarde Euro zu reduzieren. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) arbeitet daran, die Lücken im Bundeshaushalt zu schließen, während Abgeordnete darüber diskutieren, wie die Wohnungsbauhilfen reformiert werden können, ohne die Wohnungsnot weiter zu verschärfen.

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Ina Scharrenbach, Bauministerin von Nordrhein-Westfalen (CDU), fordert grundlegende Änderungen beim Wohngeldsystem. Sie schlug vor, die gesetzliche Pflicht zur schriftlichen Antragstellung abzuschaffen – eine Regelung, die ihr Bundesland jährlich 2,2 Millionen Euro kostet. Gleichzeitig strebt das von Verena Hubertz (SPD) geführte Ministerium an, die Sparziele durch eine Umstrukturierung der Wohngeldzahlungen zu erreichen.

Kritik an den Plänen kommt von mehreren Seiten. Die Grünen-Abgeordnete Mayra Vriesema plädiert für strengere Mietpreisbremse, um den Bedarf an Wohngeld von vornherein zu verringern. Sahra Mirow, sozialpolitische Sprecherin der Linken, warnt, dass Kürzungen bei den Wohnleistungen mehr Menschen in die Obdachlosigkeit treiben könnten.

Die Debatte entzündet sich vor dem Hintergrund der Bemühungen der Bundesregierung, ihre Finanzen zu konsolidieren. Klingbeils Versuche, die Haushaltsdefizite zu beheben, haben die Diskussionen darüber intensiviert, wie die Wohnungsförderung reformiert werden kann, ohne einkommensschwache Mieter zu benachteiligen.

Die geplanten Reformen zielen darauf ab, eine Milliarde Euro im wohnungsbezogenen Bereich einzusparen. Sollten die Änderungen – wie der Verzicht auf schriftliche Antragsformalitäten – umgesetzt werden, könnten die Verwaltungskosten sinken. Kritiker betonen jedoch, dass Kürzungen bei den Sozialleistungen nicht zu mehr Obdachlosigkeit oder einer zusätzlichen finanziellen Belastung für Haushalte mit niedrigem Einkommen führen dürfen.

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