Hessen fördert BdV mit 150.000 Euro für Erinnerungskultur und Integration
Evangelos RörrichtHessen fördert BdV mit 150.000 Euro für Erinnerungskultur und Integration
Hessen vergibt 150.000 Euro an den Bund der Vertriebenen (BdV)
Das Land Hessen hat dem Bund der Vertriebenen (BdV) 150.000 Euro zur Unterstützung seiner laufenden Arbeit bewilligt. Innenminister Roman Poseck überreichte den Förderbescheid im Haus des Heimat in Wiesbaden und unterstrich damit das Engagement für historische Erinnerungskultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Die Mittel sollen der Organisation helfen, die Geschichten von Flucht, Vertreibung und Neuanfang zu bewahren und gleichzeitig ihre regionalen Netzwerke in ganz Hessen zu stärken. Der BdV in Hessen vertritt die Interessen deutscher Vertriebener und setzt sich für historisches Bewusstsein, demokratische Werte sowie die Einheit Europas ein. Die Landesvertretung organisiert Begegnungen, pflegt kulturelle Traditionen und fördert den Austausch zwischen den von Vertreibung Betroffenen.
Von der Förderung profitieren direkt etwa 20 bis 25 regionale Gruppen und Ortsverbände, insbesondere in Frankfurt am Main, Wiesbaden, Kassel, Darmstadt und Fulda. Weitere Gelder fließen in die gemeinsame Landesgeschäftsstelle, um den reibungslosen Betrieb und die Koordination zu sichern.
Rose-Lore Scholz, stellvertretende Landesvorsitzende des BdV, nahm die Mittel als Zeichen des Vertrauens in die Arbeit der Organisation entgegen. Die hessische Landesregierung bezeichnete die Förderung als Ausdruck von Verantwortung – eine, die über Worte hinausgeht und konkrete finanzielle Unterstützung bietet.
Vertreter der Regierung betonten, dass Erinnerung mehr erfordert als Reden: Sie braucht nachhaltige Finanzierung, um die Arbeit von Einrichtungen langfristig zu sichern. Das Geld soll die Stabilität des BdV gewährleisten – von Bildungsprojekten bis hin zu Gemeinschaftsveranstaltungen.
Mit den 150.000 Euro kann der Bund der Vertriebenen seine Arbeit in ganz Hessen fortsetzen. Die Förderung stellt sicher, dass regionale Gruppen effektiv arbeiten und die Erinnerungen derer bewahrt werden, die Vertreibung erlebt haben. Die Unterstützung der Landesregierung stärkt die Rolle der Organisation bei der Förderung historischen Verständnisses und gesellschaftlichen Zusammenhalts.






