Hofbrauhaus Wolters beantragt Eigenverwaltung – radikale Neuausrichtung geplant
Maria-Theresia ThanelHofbrauhaus Wolters beantragt Eigenverwaltung – radikale Neuausrichtung geplant
Die Hofbrauhaus Wolters GmbH hat beim Amtsgericht Braunschweig Eigenverwaltung im Insolvenzverfahren beantragt. Der Schritt folgt auf anhaltend schwache Umsätze und stark gestiegene Kosten. Torsten Gutmann von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH wurde zum vorläufigen Sachwalter bestellt.
Wolters kündigte an, das Unternehmen grundlegend umzustrukturieren und das Geschäftsmodell neu auszurichten. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen wird der Betrieb mit Unterstützung der Berater Eckert Rechtsanwälte und Eckert Assurance GmbH fortgeführt.
Der Bierabsatz in Deutschland sank 2025 um sechs Prozent, was die Brauerei zusätzlich unter Druck setzte. Ziel der Restrukturierung ist es, sich wieder auf den regionalen Markt zu konzentrieren und vom traditionellen Braubetrieb zu einem innovativen Getränkehersteller zu entwickeln. Langfristig soll das Sortiment an alkoholfreien Getränken deutlich ausgebaut werden.
Der Rechtsanwalt Kimon Kantis betonte, dass die Eigenverwaltung Wolters ermöglicht, die Branchenherausforderungen nachhaltig zu bewältigen. Der Wirtschaftsprüfer Hendrik Mysegades bestätigte, dass es um eine strategische Neuausrichtung gehe, während sämtliche Geschäftsaktivitäten aufrechterhalten bleiben. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter seien während des Prozesses gesichert.
Die Umstrukturierung hat unter der Aufsicht von Torsten Gutmann bereits begonnen. Wolters will sein Geschäftsmodell anpassen und gleichzeitig die Kontinuität für die Belegschaft gewährleisten. Langfristig strebt das Unternehmen an, als wettbewerbsfähigerer und vielfältigerer Getränkeproduzent aus der Krise hervorzugehen.






