25 March 2026, 04:19

Industrie 5.0 in Thüringen: Wie KI-Roboter die Produktion revolutionieren

Gruppe von Robotern auf einem Tisch in einer Fabrikumgebung umgeben von Maschinen, Kabeln, Platinen und Menschen im Hintergrund.

Industrie 5.0 in Thüringen: Wie KI-Roboter die Produktion revolutionieren

Thüringens kleine und mittlere Unternehmen (KMU) verzeichnen durch die Digitalisierung im Rahmen von Industrie 4.0 deutliche Produktionsfortschritte. Fortschritte im Wassermanagement, in der Sensortechnik und bei der Energieeffizienz haben die Effizienz gesteigert und neue Geschäftsfelder eröffnet. Unterdessen hat die TU Ilmenau nun ein großes Forschungsprojekt abgeschlossen, das die Fertigung in die nächste Phase führt – Industrie 5.0, bei der der Mensch im Mittelpunkt der intelligenten Produktion steht.

Die TU Ilmenau hat kürzlich ihr Projekt Engineering for Smart Manufacturing (E4SM) abgeschlossen, das mit einer Förderung von drei Millionen Euro durch die Carl-Zeiss-Stiftung realisiert wurde. An der Initiative waren sieben universitäre Fachbereiche sowie führende Forschungseinrichtungen und Industriepartner beteiligt. Ihr Ziel: die Entwicklung KI-gesteuerter Roboter, die sich in Echtzeit an menschliche Arbeitskräfte anpassen können.

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Das Team entwickelte ein 3D-Multiview-Stereosystem, um die sichere Zusammenarbeit von Mensch und Roboter zu gewährleisten. Dieses System kombiniert Thermografie, RGB-Daten und 3D-Punktwolken, um Arbeitsumgebungen präzise zu überwachen. Eine weitere zentrale Innovation war eine interaktive visuelle Toolchain, die speziell KMU dabei unterstützen soll, KI-basierte Assistenzsysteme für ihre Produktionslinien aufzubauen.

Ein herausragendes Ergebnis ist ein KI-gestütztes Laserstrahlschweißverfahren. Diese Technologie macht teure Spannvorrichtungen überflüssig, indem sie Verlagerungen während des Schweißprozesses vorhersagt und korrigiert. Der E4SM-Roboter selbst kann Montagefortschritte verfolgen, Werkzeuge und Bauteile erkennen und repetitive Aufgaben vollautomatisch übernehmen.

Trotz dieser Durchbrüche bleiben Hürden für die flächendeckende Einführung von Industrie-5.0-Lösungen. Unternehmen sehen sich mit regulatorischen Hindernissen, IT-Integrationsproblemen, Fachkräftemangel und dem Druck konfrontiert, sich an sich wandelnde industrielle Rahmenbedingungen anzupassen. Aktuelle Berichte mit Fokus auf Thüringen liefern jedoch kaum konkrete Ansätze, wie das E4SM-Projekt diese Herausforderungen in der Region bewältigen will.

Das E4SM-Projekt markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer menschenzentrierten Fertigung, wobei die Innovationen der TU Ilmenau KMU praktische Werkzeuge an die Hand geben. Die drei Millionen Euro der Carl-Zeiss-Stiftung haben Technologien hervorgebracht, die Produktionslinien revolutionieren könnten – von adaptiven Robotern bis hin zu KI-gesteuertem Schweißen. Doch für Thüringens Industrie hängt der Weg zur vollen Industrie-5.0-Integration weiterhin davon ab, technische, regulatorische und arbeitsmarktbezogene Herausforderungen zu meistern.

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