Iris Knies verlässt Seligenstadt nach 36 Jahren prägender Sozialarbeit
Claudius KeudelIris Knies verlässt Seligenstadt nach 36 Jahren prägender Sozialarbeit
Iris Knies, eine ausgebildete Pädagogin, geht nach fast 40 Jahren im Dienst der Stadt Seligenstadt am 30. Juni in den Ruhestand. Ihre Karriere begann 1988 als Jugendbeauftragte unter Bürgermeister Karl Schmitt. Über die Jahrzehnte entwickelte sie sich zu einer prägenden Figur für die soziale und kulturelle Entwicklung der Stadt.
Knies arbeitete unter vier Bürgermeister:innen – Karl Schmitt, Rolf Wenzel, Dagmar B. Nonn-Adams und Dr. Daniell Bastian. Sie spielte eine zentrale Rolle bei der Einführung des städtebaulichen Förderprogramms „Soziale Stadt“ in Seligenstadt, aus dem Projekte wie der „Platz der Freundschaft“ und das Nachbarschaftszentrum im Nordstadtviertel hervorgingen.
2010 übernahm sie die Leitung des Kindertagesstättenbereichs. Zwei Jahre später wurde sie zur Leiterin des „Amts für Kinder, Senioren, Sport und Kultur“ ernannt, das heute als „Amt für Kinderbetreuung, Sport und Kultur“ firmiert und 87 Mitarbeiter:innen beschäftigt. Sie galt als verlässliche Ansprechpartnerin für Eltern, Träger und lokale Einrichtungen.
Knies setzte sich zudem für die Namensgebung der neuen „Emmy-Stein-Kita“ in der Nähe des Freibads ein. Die Kita ehrt damit Emmy Stein, das jüngste jüdische Mädchen aus Seligenstadt, das während der NS-Zeit ermordet wurde. Seit dem 1. Juni hat Matthias Mai ihre Aufgaben übernommen, um einen reibungslosen Wissenstransfer zu gewährleisten.
Mit ihrem Ausscheiden endet eine lange und einflussreiche Karriere. Die Spuren ihrer Arbeit in der Kinderbetreuung, der Stadtentwicklung und im Gemeinschaftsleben werden in Seligenstadt bleiben. Matthias Mai führt die Verantwortungen fort, die sie hinterlässt.
