K+S setzt auf Windkraft: Werra-Werk wird direkt mit Ökostrom versorgt
Claudius KeudelK+S setzt auf Windkraft: Werra-Werk wird direkt mit Ökostrom versorgt
K+S macht bedeutenden Schritt in Richtung Klimaneutralität durch direkte Versorgung mit Ökostrom für das Werra-Werk
Der Düngemittel- und Salzkonzern K+S hat einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Klimaneutralität erreicht: Das Unternehmen sichert sich eine direkte Belieferung mit erneuerbarer Energie für sein Werk im hessischen Werra-Revier. Dazu wurde ein Vertrag mit der MPC Capital unterzeichnet, der die teilweise Versorgung des Standorts über zwei Windkraftanlagen vorsieht – ganz ohne Anbindung an das öffentliche Stromnetz.
Die beiden Windräder, die nördlich von Philippsthal an der Grenze zwischen Hessen und Thüringen stehen, verfügen über eine Gesamtleistung von 11,4 Megawatt. Ab August werden sie das Werra-Verbundwerk direkt mit Windstrom beliefern. Bei Volllast decken die Anlagen etwa zehn Prozent des aktuellen Strombedarfs der Produktion ab.
Der vor Ort erzeugte Ökostrom fließt direkt in die Herstellung von Düngemitteln und anderen Produkten ein. Diese direkte Versorgung steigert nicht nur die Effizienz, sondern entlastet auch das lokale Stromnetz im Werra-Tal. K+S investierte einen mittleren sechsstelligen Betrag in den Anschluss der Windkraftanlagen; die technische Umsetzung erfolgte innerhalb weniger Wochen.
Dr. Jens Christian Keuthen, Vorstandsmitglied von K+S, betonte, dass das Projekt Teil der Unternehmensstrategie sei, bis 2045 klimaneutral zu werden. Gleichzeitig unterstütze es die Ziele des Pariser Klimaabkommens, zu dessen Einhaltung sich K+S verpflichtet habe.
Für das Unternehmen markiert die Initiative einen neuen Ansatz: Erstmals wird ein Teil eines Kalibergwerks mit erneuerbarer Energie betrieben – und das ohne Rückgriff auf das öffentliche Netz. Das Vorhaben unterstreicht das Engagement von K+S, seine Umweltbilanz zu verbessern, ohne dabei die Effizienz der Produktionsprozesse zu beeinträchtigen.
