Kampf um den 8. März: Soll Niedersachsen den Frauentag zum Feiertag erklären?
Claudius KeudelKampf um den 8. März: Soll Niedersachsen den Frauentag zum Feiertag erklären?
Ein Bündnis aus DGB, Ver.di und dem Landesfrauenrat hat eine Petition gestartet, um den 8. März, den Internationalen Frauentag, in Niedersachsen zu einem gesetzlichen Feiertag zu erklären. Die Kampagne begann 2024 und stößt bereits auf breite öffentliche Unterstützung. Der Vorschlag steht nun auf der Tagesordnung des Niedersächsischen Landtages.
Die Petition verzeichnete rasant Zulauf und überschritt die für eine Behandlung erforderliche Marke von 5.000 Unterschriften. Der Petitionsausschuss hat das Anliegen daraufhin den Abgeordneten zur Prüfung vorgelegt. Die Unterstützer planen, sich mit Politikerinnen und Politikern sowie der Öffentlichkeit auszutauschen und werden bei der nächsten Plenarsitzung präsent sein.
Das Innenministerium prüft den Vorschlag derzeit. Damit das Vorhaben vorankommt, müsste eine Fraktion einen offiziellen Antrag einbringen. Niedersachsen kennt derzeit nur zehn gesetzliche Feiertage – so wenige wie kein anderes Bundesland.
Ver.di argumentiert, dass Studien zeigen, dass die Einführung früherer Feiertage keine wirtschaftlichen Nachteile mit sich brachte. Einige Wirtschaftsverbände äußerten jedoch Bedenken hinsichtlich möglicher negativer Auswirkungen auf die Wirtschaft.
Der Erfolg der Petition hat die Debatte in den politischen Fokus gerückt. Bei einer Zustimmung würde der 8. März in Niedersachsen zum offiziellen Feiertag. Die Entscheidung liegt nun bei den Abgeordneten und den weiteren parlamentarischen Schritten.
