Klimawandel verstärkt UV-Strahlung: Warum Hautkrebsfälle dramatisch steigen
Maria-Theresia ThanelKlimawandel verstärkt UV-Strahlung: Warum Hautkrebsfälle dramatisch steigen
Die Sonnenstrahlung wird zunehmend zum Gesundheitsrisiko, da der Klimawandel die UV-Belastung verstärkt. Wissenschaftler bestätigen, dass etwa acht Prozent der Sonnenmasse in Energie umgewandelt wird – darunter auch schädliche ultraviolette Strahlung, die die Erde erreicht. Die steigende Zahl von Hautkrebsfällen unterstreicht den dringenden Bedarf an besserem Schutz.
UV-Strahlung lässt sich in drei Typen unterteilen: UVA-, UVB- und UVC-Strahlen. Während die Ozonschicht alle UVC-Strahlen blockiert, dringen UVA- und UVB-Strahlen durch die Atmosphäre und schädigen die Haut. Diese Strahlen sind karzinogen und verursachen langfristige Schäden wie vorzeitige Hautalterung und Hautkrebs.
Sonnenschutzmittel nutzen zwei Arten von Filtern, um UV-Strahlen abzuwehren: chemische (organische) und mineralische (physikalische) Filter. Experten betonen, dass die richtige Anwendung entscheidend ist – zwei Milligramm Sonnencreme pro Quadratzentimeter Haut garantieren den angegebenen Schutzgrad. Die Europäische Kommission empfiehlt zudem, dass der UVA-Schutz mindestens ein Drittel so stark sein sollte wie der Lichtschutzfaktor (LSF).
Trotz dieser Schutzmaßnahmen geben einige Chemikalien Anlass zur Sorge. Octocrylen, ein häufig verwendeter UV-Filter, steht im Verdacht, bei langfristiger Anwendung Risiken zu bergen. Unterdessen sind die Hautkrebsfälle in Deutschland stark angestiegen: 2023 wurden über 100.000 Behandlungen registriert – mehr als doppelt so viele wie noch vor einem Jahrzehnt.
Die durch den Klimawandel bedingte höhere UV-Belastung macht Sonnenschutz wichtiger denn je. Richtiger Umgang mit Sonnencreme und Bewusstsein für mögliche chemische Risiken können helfen, Hautschäden zu verringern. Ohne Gegenmaßnahmen wird die Zahl UV-bedingter Erkrankungen voraussichtlich weiter steigen.






