KNDS expandiert massiv in Deutschland mit Milliardeninvestitionen für Militärfahrzeuge
Maria-Theresia ThanelKNDS expandiert massiv in Deutschland mit Milliardeninvestitionen für Militärfahrzeuge
KNDS, der französisch-deutsche Hersteller von gepanzerten Fahrzeugen, baut seine Aktivitäten in Deutschland aus. Das Unternehmen hat das Alstom-Werk in Görlitz übernommen und plant nun umfangreiche Investitionen, um die steigende Nachfrage nach militärischer Ausrüstung zu bedienen. Zudem laufen Verhandlungen über zwei weitere Standorte in Ludwigsfelde und Osnabrück.
Im vergangenen Jahr hatte KNDS die Alstom-Fabrik in Görlitz erworben. Jetzt bereitet das Unternehmen eine Milliarde Euro für den Ausbau der Produktionskapazitäten in den kommenden Jahren vor. Dieser Schritt folgt auf einen starken Anstieg der Bestellungen, darunter eine erwartete Anfrage der Bundeswehr nach bis zu 3.000 radgetriebenen gepanzerten Fahrzeugen vom Typ Boxer.
Verhandlungen laufen derzeit über das Mercedes-Benz-Werk in Ludwigsfelde. Mercedes stellt dort derzeit Fahrgestelle für den Sprinter her, plant jedoch, die Produktion bis 2030 nach Polen zu verlagern. Bevor eine vollständige Übernahme erfolgt, prüfen KNDS und Mercedes eine Teilvermietung des Standorts, um die Herstellung militärischer Fahrzeuge parallel zur Transporter-Fertigung zu ermöglichen. Zudem wird über eine mögliche Übertragung des Werks und der Belegschaft an KNDS verhandelt.
Gleichzeitig evaluiert KNDS das Volkswagen-Werk in Osnabrück als weitere mögliche Übernahme. Volkswagen sucht nach neuen Nutzungsmöglichkeiten für das Werk, nachdem die aktuelle Produktionslinie 2027 endet. Der Autokonzern steht mit mehreren Unternehmen in Gesprächen, darunter KNDS, um eine nachhaltige Zukunft für den Standort zu sichern.
Eine endgültige Entscheidung über die Zukunft des Ludwigsfelde-Werks steht noch aus. Sollten die Verhandlungen erfolgreich verlaufen, könnte KNDS seine Produktionspräsenz in Deutschland deutlich ausbauen. Die Investitionen des Unternehmens zielen darauf ab, die wachsende militärische Nachfrage zu decken und gleichzeitig Arbeitsplätze an beiden Standorten zu sichern.






