Kult-Restaurant Ergüns Fischbude in Berlin muss nach 33 Jahren schließen
Frida StiebitzKult-Restaurant Ergüns Fischbude in Berlin muss nach 33 Jahren schließen
Ergüns Fischbude, ein beliebtes türkisches Fischrestaurant in Berlin, muss nach über drei Jahrzehnten schließen
Die traditionsreiche Gaststätte unter den historischen S-Bahn-Bögen im Westen Berlins, die seit 1992 für ihre frischen Meeresfrüchte und entspannte Atmosphäre bekannt ist, hat über die Jahre Kultstatus erlangt. Doch trotz aller Bemühungen der Betreiber wird die Deutsche Bahn den Mietvertrag nicht verlängern. Eine Spendenaktion läuft zwar, doch ihr Erfolg ist ungewiss.
Aktuell öffnet das Restaurant dienstags bis samstags von 16 bis 21 Uhr sowie sonntags und montags von 16 bis 22 Uhr. Managerin Mine Centinbas vermutet, dass Brandschutzbedenken eine Rolle bei der Entscheidung gespielt haben könnten. Bereits im vergangenen Jahr hatte sie erwogen, den Standort zu verlegen, falls keine andere Lösung gefunden werde. Dennoch gab die Deutsche Bahn bisher keine klare Begründung für die Vertragsbeendigung bekannt – und auch zu den Vermietungsrichtlinien für Kleinbetriebe in historischen Bahnhofsgebäuden schweigt das Unternehmen.
Die Website des Restaurants, *www.erguns-fischbude.de*, ist weiterhin online, doch ein konkretes Schließungsdatum steht noch aus. Die Spendenkampagne soll den Betrieb retten, doch bleibt unklar, ob das gesammelte Geld einen Umzug ermöglichen oder lediglich die verbleibende Zeit am aktuellen Standort verlängern soll. Ohne Vertragsverlängerung scheint die Schließung jedoch unvermeidbar.
Mit dem Verschwinden von Ergüns Fischbude geht ein langjähriger kulinarischer Fixpunkt Berlins verloren. Die Spendenaktion läuft weiter, doch die Zukunft des Restaurants bleibt unsicher. Bis zur endgültigen Schließung können Gäste das Lokal noch besuchen.






