Leroy Sané bleibt trotz WM-Qualifikation ein umstrittenes Nationalteam-Mitglied
Maria-Theresia ThanelLeroy Sané bleibt trotz WM-Qualifikation ein umstrittenes Nationalteam-Mitglied
Leroy Sané bleibt eine umstrittene Figur in der deutschen Nationalmannschaft. Trotz seiner entscheidenden Rolle bei der Qualifikation für die Weltmeisterschaft ist die Kritik am Flügelstürmer nicht verstummt. Die Diskussion über seinen Platz im Kader hat sich vor dem nächsten Spiel sogar noch zugespitzt.
Sané lieferte im entscheidenden Qualifikationsspiel gegen die Slowakei eine herausragende Leistung ab: Er erzielte zwei Tore und bereitete ein weiteres vor – und sicherte Deutschland damit direkt den WM-Startplatz. Dennoch stellen Fans und Experten weiterhin seine Berufung in die Mannschaft infrage.
Einige Kritiker verweisen auf seine Leistungen bei Galatasaray als Beleg dafür, dass er für die Nationalmannschaft nicht gut genug sei. Mannschaftskollege İlkay Gündoğan deutete an, dass die ständige öffentliche Bewertung Sanés Selbstvertrauen beeinträchtigen könnte. Kapitän Joshua Kimmich und Bundestrainer Julian Nagelsmann haben sich hingegen öffentlich hinter ihn gestellt.
Auf einer jüngsten Pressekonferenz musste Jamie Leweling Fragen zu Sanés Leistungen beantworten. Nadiem Amiri hingegen wurde nicht zu Jamal Musiala befragt – obwohl dieser verletzungsbedingt ausfällt und Amiri mit starken Auftritten selbst ein Anwärter auf dessen Startplatz ist. Ob Sané im nächsten Spiel von Beginn an auflaufen wird, bleibt ungewiss.
Die Tendenz, Sané zum Sündenbock für die Probleme der deutschen Mannschaft zu stilisieren, hält an. Selbst seine wichtigen Beiträge in der Qualifikation, darunter entscheidende Momente, haben die Debatte nicht zum Verstummen gebracht. Während die Diskussion weitergeht, steht das Trainerteam und die Mannschaftsführung weiterhin hinter ihm.
