Linke distanziert sich von Stalin-Verherrlichung und antisemitischen Äußerungen ihrer Jugendorganisation
Maria-Theresia ThanelLinke distanziert sich von Stalin-Verherrlichung und antisemitischen Äußerungen ihrer Jugendorganisation
Die Führung der Linken hat sich von umstrittenen Äußerungen Mitglieder ihres Jugendverbandes Linksjugend [’solid] distanziert. In den Aussagen wurden Stalinismus, die DDR und antisemitische Kommentare über Israel verherrlicht – was innerhalb der Partei auf breite Verurteilung stieß.
Wie der Bayerische Rundfunk berichtete, hatten Funktionäre der Linksjugend [’solid] in einem internen Forum positive Bezüge zu Josef Stalin, Mao Zedong und dem ehemaligen DDR-Staat gepostet. Zudem wurde ein Bild der israelischen Flagge mit dem Spruch „Tod Israel“ geteilt. In Diskussionen über den Gaza-Krieg wurden zudem Behauptungen über „israelische Konzentrationslager“ und einen „von Juden verübten Völkermord im Namen des Judentums“ aufgestellt.
Die Parteivorsitzende Ines Schwerdtner lehnte die Aussagen umgehend scharf ab. Die Berliner Landesvorsitzenden der Linken forderten konsequentes Handeln und betonten, dass Antisemitismus weder im Jugendverband noch in der Partei selbst Platz habe. Der Fraktionsvorsitzende der Thüringer Linken verlangte eine offizielle Verurteilung auf dem anstehenden Bundesparteitag.
Die Linke betont ihren klaren Bruch mit dem Stalinismus und verurteilt antisemitische sowie unmenschliche Positionen. Die Partei prüft nun die Vorwürfe und drängt auf Konsequenzen, während sich auch die Linksjugend [’solid] von den Vorfällen distanziert hat.
Die Affäre löst innerhalb der Partei heftige Reaktionen aus. Es laufen Ermittlungen, und die Linke wird sich voraussichtlich auf ihrem Bundesparteitag formal mit dem Thema befassen. Die Führung machte deutlich, dass solche Haltungen mit den Werten der Partei unvereinbar seien.






