Mainz reformiert Beherbergungsabgabe: Gäste zahlen statt Hotels
Maria-Theresia ThanelMainz reformiert Beherbergungsabgabe: Gäste zahlen statt Hotels
Die Stadtverwaltung Mainz hat ihre geplante Satzung zur Beherbergungsabgabe überarbeitet, um Bedenken lokaler Unternehmen Rechnung zu tragen. Die neue Fassung zielt darauf ab, ein gerechteres System zu schaffen, indem die Zahlungspflicht von den Betrieben auf die Gäste verlagert wird.
Die Änderungen erfolgen vor einer entscheidenden Prüfung durch den Finanz- und Hauptausschuss im kommenden Monat. Die überarbeitete Satzung sieht eine grundlegende Neuerung vor: Künftig müssen nicht mehr die Unternehmen, sondern die Gäste selbst die Beherbergungsabgabe entrichten. Diese Anpassung erfolgt nach Rückmeldungen von Hoteliers und anderen touristischen Dienstleistern.
Eine weitere wichtige Änderung betrifft eine Übergangsregelung. Betriebe mit langfristigen Verträgen, die vor dem 1. Mai 2026 abgeschlossen wurden, müssen die Abgabe erst ab dem 31. März 2027 erheben. Damit erhalten sie zusätzliche Zeit, um sich auf das neue System einzustellen.
Der Finanz- und Hauptausschuss wird die aktualisierte Satzung am 6. Mai 2026 prüfen. Nach dieser Sitzung geht der Entwurf zur endgültigen Beschlussfassung an den Stadtrat.
Stadtvertreter bezeichnen die Überarbeitungen als ausgewogenen Ansatz. Ziel sei es, die Belastung für die Unternehmen zu verringern, ohne die Wirksamkeit der Abgabe zu beeinträchtigen. Falls die neue Satzung verabschiedet wird, ändert sich die Erhebung der Beherbergungsabgabe in Mainz grundlegend: Betriebe mit bestehenden Verträgen erhalten eine vorübergehende Befreiung, während die Gäste die Zahlungspflicht übernehmen. Die endgültige Entscheidung des Stadtrats wird bestimmen, wann die Änderungen in Kraft treten.






