14 March 2026, 12:21

Maria Kolesnikowa erhält Karlspreis nach Jahren im belarussischen Gefängnis

Ein rotes und weißes Kissen mit der Aufschrift "Justiz für Belarus" auf einem weißen Hintergrund.

Spätverleihung des Karlspreises an belarussische Oppositionsfigur Kolesnikova - Maria Kolesnikowa erhält Karlspreis nach Jahren im belarussischen Gefängnis

Die belarussische Oppositionsfigur Maria Kolesnikowa ist mit dem Internationalen Karlspreis für ihren Einsatz für die Demokratie ausgezeichnet worden. Die feierliche Verleihung fand am Samstag im historischen Krönungssaal von Aachen statt. Die Auszeichnung wurde ihr zwar bereits 2022 zuerkannt, doch die offizielle Übergabe erfolgte erst Jahre später.

Kolesnikowa war 2022 als Preisträgerin des renommierten Preises bekannt gegeben worden, der seit 1950 jährlich an Persönlichkeiten verliehen wird, die sich um die europäische Einigung und Werte verdient gemacht haben. Zu den früheren Preisträgern zählen Papst Franziskus, Emmanuel Macron und Bill Clinton.

Ihre Inhaftierung begann 2020 nach Massenprotesten gegen die Regierung von Alexander Lukaschenko. Ein Gericht verurteilte sie wegen ihrer Rolle bei den Demonstrationen zu elf Jahren Haft in einer Strafkolonie. Die Karlspreis-Jury würdigte ihren "außergewöhnlichen Mut" im Kampf für freie Wahlen und Menschenrechte.

Im Dezember 2025 wurde sie nach mehr als fünf Jahren Haft entlassen. Nach ihrer Freilassung bot Deutschland ihr Schutz, und sie soll nun politisches Asyl erhalten.

Der Karlspreis 2023 ging an den ehemaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi. Die Veranstaltung in Aachen vereinte europäische Führungspersönlichkeiten und Aktivisten, um Kolesnikowas langen Widerstand zu ehren.

Die Auszeichnung unterstreicht ihre jahrelangen Bemühungen gegen das autoritäre Regime in Belarus. Nach ihrer Entlassung beginnt für sie nun ein neues Kapitel in Deutschland mit Asylstatus. Der Karlspreis bleibt eine der höchsten Auszeichnungen Europas für die Förderung von Demokratie und Menschenrechten.

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