Marzahner Pride Week endet mit Demonstrationsmarsch gegen Diskriminierung und Hass
Claudius KeudelMarzahner Pride Week endet mit Demonstrationsmarsch gegen Diskriminierung und Hass
Marzahner Pride Week endet mit Demonstrationsmarsch am Samstag
Die Marzahner Pride Week schließt an diesem Samstag mit einem Demonstrationsmarsch ab, organisiert vom Verein Quarteera e.V.. Die Veranstaltung beginnt um 12 Uhr an der Allee der Kosmonauten mit Eröffnungsreden von Vanessa Krah und Gordon Lemm. Im Fokus steht die Diskriminierung, der queere Geflüchtete und Migrant:innen im Bezirk ausgesetzt sind.
2023 wurden fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen in Deutschland von rechtsextremen Gruppen angegriffen. Auch die Marzahner Pride war im Vorjahr Ziel von Drohungen durch die Gruppe Deutsche Jugend Voran. Einschüchterungsversuche wie rechtsextreme Aufkleber und Propaganda sind ein wiederkehrendes Problem.
Laut dem Berliner Register diskriminierender Vorfälle nehmen körperliche Angriffe und rechtsextreme Propaganda in Marzahn zu. Dennoch wurden für 2024 keine Gegenproteste angekündigt. Vanessa Krah, Queer-Beauftragte von Marzahn, warnt jedoch davor, von einem störungsfreien Ablauf auszugehen.
Nach dem Marsch findet ab 14:30 Uhr ein Nachbarschaftsfest mit Konzerten, DJs, Streetfood und weiteren Aktivitäten statt. Der Demonstrationszug und das Fest sollen die Sichtbarkeit und Solidarität mit queeren Communities in Marzahn stärken. Die Organisator:innen bleiben wachsam – angesichts der wiederholten rechtsextremen Störungen in der Vergangenheit. Die Veranstaltung steht in einem Jahr, das von zunehmender Feindseligkeit gegenüber Pride-Feiern in ganz Deutschland geprägt ist.






