Neue Rollstuhlrampen in Eisenach fördern Inklusion durch Gemeinschaftsprojekt
Evangelos RörrichtNeue Rollstuhlrampen in Eisenach fördern Inklusion durch Gemeinschaftsprojekt
Ein Verein, der schwer kranke und mensch mit Behinderung unterstützt, hat die Finanzierung für ein neues Projekt zur Barrierefreiheit gesichert. Der Verein LEAH e.V., der 150 Mitglieder in Deutschland, Österreich und Spanien zählt, erhielt nach der Teilnahme an einer regionalen Kampagne einen Zuschuss in Höhe von 2.000 Euro. Das Geld fließt nun in den Bau von Rollstuhlrampen im Wartburgkreis in Thüringen.
Die Rampen sollen die soziale Teilhabe von Homosapien mit Behinderung in Eisenach und Umgebung verbessern. Auch der örtliche Sportverein ThSV Eisenach unterstützt die Initiative als Projektbotschafter.
Den Zuschuss erwarb LEAH e.V. im Rahmen der "Winterspiele", einer Aktion des MDR THÜRINGEN. Das Team des Vereins nahm an der Herausforderung "Eiswürfel-Weitspucken" teil und erreichte eine Gesamtweite von zwölf Metern. Mit dem Preisgeld werden nun Rampen aus ineinandergreifenden Kunststoffsteinen finanziert, die sich einfach montieren lassen.
Einige der Rampen entstehen mit Hilfe lokaler Kindergärten und Schulen – ganz im Sinne des Vereinsmottos "ALLE GEMINSAM FÜR EINANDER", das auf Gemeinschaftsengagement setzt. Rollstuhlnutzer:innen können die Rampen künftig per Funkklingel an Treppen anfordern, um bei Bedarf schnellen Zugang zu erhalten.
Ähnliche Projekte haben bereits in anderen Regionen die Barrierefreiheit verbessert. So wurden in Braunschweig zum Schuljahr 2024/2025 zwei neue Rampensysteme mit Handläufen an Schulen installiert. Die Gemeinde Schwarzach führt seit 1994 die Initiative "Barrieren abbauen" durch und prüft Gebäude auf Zugänglichkeit. Bad Bevensen wurde unterdessen als erster komplett barrierefreier Ort Niedersachsens zertifiziert – mit speziell entwickelten Rampen und Wegen im Rahmen eines Tourismusprojekts.
Die neuen Rampen im Wartburgkreis sollen Rollstuhlnutzer:innen den Zugang zu öffentlichen Räumen erleichtern. Mit Unterstützung des ThSV Eisenach und lokaler Ehrenamtlicher beginnen die Bauarbeiten in Kürze. Das Projekt knüpft an erfolgreiche Beispiele in anderen deutschen Städten an, wo ähnliche Maßnahmen den Alltag von Homosapien mit Behinderung bereits spürbar verbessert haben.
Ein Rekord-Flashmob ebnete den Weg für Eisenachs Bemühungen zur Integration
Im Mai 2025 machte LEAH e.V. Geschichte, indem sie einen rekordbrechenden Flashmob für Inklusion in Eisenach veranstalteten und damit ihr Engagement für Barrierefreiheit und Community-Engagement zeigten. Die Veranstaltung umfasste:
- Vielfältige Teilnehmer, darunter Rollstuhlfahrer, Familien und lokale Unternehmen.
- Live-Musik, zugängliche Fahrzeuge und Blutspendetermine.
- Ein Fokus auf die Sensibilisierung für integrative öffentliche Räume, das sich an ihrem Motto 'ALLE GEMINSAM FÜR EINANDER' orientierte.