Niedersachsen stärkt Kommunen mit neuer Projektagentur und 150.000 Euro Extra-Förderung
Frida StiebitzNiedersachsen stärkt Kommunen mit neuer Projektagentur und 150.000 Euro Extra-Förderung
Die Landesregierung Niedersachsens stockt die Unterstützung für kleine und mittlere Kommunen auf, die nach Fördermitteln suchen. Eine zusätzliche Förderung von 150.000 Euro soll die Beratungsangebote ausbauen und den Gemeinden helfen, Anträge künftig leichter zu bewältigen. Der Schritt folgt auf Jahre wachsender Nachfrage nach klareren und schnelleren Zugangsmöglichkeiten zu finanzieller Hilfe.
Die Initiative knüpft an den Erfolg der Projektwerkstatt an, die 2022 erstmals ins Leben gerufen wurde. Bis 2025 hatte sie sich in der gesamten Region ausgeweitet, wobei rund 150 Kommunen ihre Dienstleistungen nutzten. Die 26. Auflage fand am 27. Januar 2026 statt und unterstrich damit ihre fortgesetzte Bedeutung für die Unterstützung lokaler Behörden.
Künftig wird aus der Werkstatt eine eigenständige Projektagentur entstehen. Diese neue Einrichtung wird Kommunen nicht nur beraten, sondern auch deren Erfahrungen auswerten, um Förderrichtlinien zu vereinfachen. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in landesweite Instrumente ein, darunter die Plattform Förderfinder und das Niedersächsische Kommunale Fördergesetz.
Entwicklungsministerin Melanie Walter betonte die Notwendigkeit, Fachwissen zu bündeln und Hürden abzubauen. Ihr Ziel sei es, praktische Verbesserungen zu schaffen, die den Zugang zu Fördermitteln erleichtern. NSGB-Präsident Marco Trips unterstützte dies und forderte ein System, das Unterstützung "schneller, verständlicher und nah an den tatsächlichen Bedürfnissen" bereitstelle. Die Landesförderung für die Agentur ist bis Ende 2027 gesichert.
Die erweiterten Dienstleistungen sollen Kommunen langfristig entlasten, die mit komplexen Förderanträgen kämpfen. Mit den zusätzlichen 150.000 Euro will die Projektagentur Prozesse verschlanken und bewährte Praktiken verbreiten. Die Neuerungen kommen Kommunen in ganz Niedersachsen mindestens bis 2027 zugute.






