Olof-Palme-Zentrum in Berlin wächst: Neubau und Kunstwerk für mehr Gemeinschaftsraum
Frida StiebitzOlof-Palme-Zentrum in Berlin wächst: Neubau und Kunstwerk für mehr Gemeinschaftsraum
Das Olof-Palme-Zentrum in Berlin-Gesundbrunnen hat einen wichtigen Meilenstein in seinem Erweiterungsprojekt erreicht. Die Innenarbeiten am Neubau – darunter Trockenbau, technische Installationen und die letzten Feinarbeiten – sind nun in vollem Gange. Das Zentrum, das seit Jahren ein zentraler Anlaufpunkt im Stadtteil ist, verzeichnet einen stark gestiegenen Bedarf an seinen Programmen.
Die Erweiterung schafft dringend benötigten Raum und erhöht die Kapazitäten für die wachsende Zahl der Nutzer:innen. Ein neu in Auftrag gegebenes Kunstwerk, das die Vielfalt des Viertels widerspiegeln soll, wird zudem ein zentraler Bestandteil des Projekts sein.
Die Nachfrage nach den Angeboten des Olof-Palme-Zentrums ist in den letzten fünf Jahren deutlich gestiegen. Zwischen 2020 und 2025 stieg die Teilnahme um 25 Prozent – insbesondere bei sozialdemokratischen Schulungsprogrammen und Projekten zur Gleichberechtigung in Afrika und Lateinamerika. Von der Erweiterung profitieren vor allem Frauenorganisationen, junge Aktivist:innen und Gewerkschaften im globalen Süden, die künftig mehr digitale Fortbildungen und regionale Vernetzungsmöglichkeiten erhalten.
Die Bauarbeiten im Inneren des Neubaus kommen gut voran: Trockenbau, technische Systeme und die abschließenden Gestaltungsarbeiten sind weitestgehend abgeschlossen. Parallel dazu wurde das künstlerische Konzept für die Erweiterung finalisiert. Der Entwurf Tausend Verbindungen des Künstlers Oliver Walker setzte sich im Wettbewerb Kunst am Bau durch. Das Werk verbindet botanische Muster, die auf die vielfältigen Hintergründe der lokalen Gemeinschaft anspielen, und vereint so lokale und globale Erzählungen.
Walkers Kunstprojekt umfasst einen Film, ein Buch sowie ein handgefertigtes Objekt aus recycelten Elektronikteilen und Kupfer. Die feierliche Eröffnung, bei der das fertige Kunstwerk und die erweiterten Räumlichkeiten präsentiert werden, ist für den Herbst 2026 geplant.
Ziel des Projekts ist es, die aktuellen Raumengpässe zu entschärfen und gleichzeitig neue Wege zu eröffnen, wie Menschen mit der Arbeit des Zentrums in Kontakt treten können.
Die Erweiterung bietet zusätzlichen Platz für Schulungen, Treffen und Gemeinschaftsaktivitäten. Fraueninitiativen, junge Aktivist:innen und Gewerkschaften im globalen Süden erhalten so besseren Zugang zu Ressourcen und Unterstützung. Mit dem fertiggestellten Neubau und dem Kunstwerk ab 2026 wird das Olof-Palme-Zentrum seine Rolle im Bezirk und darüber hinaus weiter stärken.






