28 June 2026, 10:15

Özdemir warnt vor AfD als "beispielloser Gefahr für die Demokratie"

Özdemir sieht Demokratie so gefährdet wie nie zuvor

Özdemir warnt vor AfD als "beispielloser Gefahr für die Demokratie"

Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir hat eine drastische Warnung vor der wachsenden Bedrohung für die deutsche Demokratie ausgesprochen. Er behauptet, die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) stelle eine beispiellose Gefahr dar, deren Folgen weit über die Landesgrenzen hinausreichen könnten.

Özdemir argumentiert, die AfD habe sich zunehmend in ethnonationalistisches Terrain begeben, insbesondere in Bundesländern wie Thüringen und Brandenburg. Ihr wachsender Einfluss könnte den Ruf Deutschlands als verlässlicher, europäisch ausgerichteter Partner beschädigen – vor allem angesichts der historischen Verantwortung des Landes als Ort der Schoa.

Er unterstützt die Idee eines Verbots der Partei und beruft sich dabei auf Artikel 21 des Grundgesetzes, der die Ächtung verfassungsfeindlicher politischer Organisationen ermöglicht. Zwar räumt er ein, dass einige AfD-Anhänger kaum noch zu überzeugen seien, doch plant er, in die Hochburgen der Partei zu reisen, um direkt mit Wählern ins Gespräch zu kommen und eine alternative Vision aufzuzeigen.

Özdemir verweist zudem auf den generellen Aufstieg rechtsextremer Bewegungen in der Europäischen Union und weltweit. Er warnt, ein Machtgewinn der AfD würde der Welt signalisieren, dass Deutschland seine Nachbarn und seine eigenen demokratischen Werte verraten habe.

Der Ministerpräsident bezeichnet die von der AfD ausgehende Gefahr als enorm – mit potenziell globalen Auswirkungen. Er betont, Deutschland müsse standhaft bleiben in seinem Bekenntnis zu Demokratie, Europa und internationaler Zusammenarbeit. Seine Aufrufe zum Handeln spiegeln tiefe Sorge über den wachsenden politischen Einfluss der Partei wider.

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