Pro Bahn deckt Licht und Schatten der neuen VRR- und Rheinland-Tarife auf
Maria-Theresia ThanelPro Bahn deckt Licht und Schatten der neuen VRR- und Rheinland-Tarife auf
Pro Bahn analysiert aktuelle Tarifänderungen im VRR und im Verkehrsverbund Rheinland
Die Fahrgastorganisation Pro Bahn hat die jüngsten Tarifanpassungen im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und im Verkehrsverbund Rheinland unter die Lupe genommen. Die Bewertung zeigt sowohl Fortschritte als auch anhaltende Probleme bei den neuen digitalen eezy-Tarifen auf. Besonders für Gelegenheitsfahrer und Familien bleiben einige Preismodelle undurchsichtig.
Gelobt wurden die günstigen Tageskarten im VRR sowie die monatliche Preisobergrenze in beiden Verbünden. Auch die Einzeltickets für Kinder im VRR wurden als fair bewertet.
Kritik übt Pro Bahn jedoch an fehlenden Tagespreisbremse in mehreren eezy-Tarifstufen. Dadurch können digitale Tickets teurer ausfallen als klassische 24-Stunden-Tickets. Die Organisation fordert, dass digitale Angebote stets die günstigste Tagesoption bieten müssen.
Zudem wird die Tarifsegmentierung als unnötig kompliziert bemängelt. Zwar senkt sie auf manchen Strecken die Kosten, doch erschwert sie die Übersichtlichkeit des Systems. In keinem der Verbünde gibt es derzeit spezielle Tageskarten für Kinder, die allein unterwegs sind.
Pro Bahn begrüßt zwar vereinfachte Abläufe im eezy-System, betont aber, dass digitale Tickets nicht automatisch die beste Wahl darstellen. Die komplexen Preisstrukturen stellen für viele Fahrgäste weiterhin eine Hürde dar.
