Proteste gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy in Halle
Frida StiebitzProteste gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy in Halle
Am vergangenen Wochenende fand vor dem Hauptbahnhofs von Halle eine Protestkundgebung gegen die Gladiator Fight Academy statt, ein Fitnessstudio, dem Verbindungen in die rechtsextreme Szene vorgeworfen werden. Die Demonstranten forderten die Schließung des Studios und skandierten Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen!“. Die Kundgebung wurde von der antifaschistischen Gruppe Daumen runter organisiert und spiegelt wachsende Besorgnis über die Rolle des Studios in extremistischen Netzwerken wider.
Das Fitnessstudio steht bereits länger in der Kritik, da es angeblich als Treffpunkt für Rechtsextremisten dient. Der lokale Beobachter Robert Claus bezeichnete es als einen Ort, an dem Gewalt und Diskriminierung offen toleriert würden. Zu den zentralen Mitgliedern zählt Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer des Jungsturms Erfurt, einer Gruppe mit rechtsextremen Bezügen.
Eine weitere Person mit Verbindungen zum Studio ist Christopher Henze, dem Kontakte zur Hooligan-Szene des 1. FC Lokomotive Leipzig nachgesagt werden. Die Betreiber des Studios veranstalteten kürzlich in Teutschenthal die Premiere ihrer Gladiator Fight Series – eine Veranstaltung, die ein rechtsextremes Publikum anzog.
Bei der Demonstration wurde auch die politische Verstrickung thematisiert. So nahm Paul Backmund, Kandidat der AfD für die anstehende Landtagswahl, zusammen mit weiteren Parteimitgliedern an der Veranstaltung teil. Gleichzeitig tritt Hans Krüger, ein Nachwuchstrainer des Studios und Fan von Energie Cottbus, weiterhin bei dessen Kampfabenden an.
Kritiker werfen dem Fitnessstudio vor, als Rekrutierungsplattform für extremistische Gruppen zu fungieren. Die Proteste spiegeln die wachsende Sorge über seinen Einfluss in der Region wider.
Die Kundgebung unterstrich die Spannungen um die angeblichen extremistischen Verbindungen der Gladiator Fight Academy. Sowohl Veranstalter als auch Teilnehmer stehen unter Beobachtung, während Forderungen nach weiteren Maßnahmen gegen das Studio lauter werden. Die Vorfälle rücken die Rolle des Fitnessstudios bei der Vernetzung rechtsextremer Kreise vor den anstehenden Kommunalwahlen in den Fokus.






