11 April 2026, 14:23

Reform der Regionalliga: Warum das Regionalmodell auf massiven Widerstand stößt

Alte Deutschlandkarte auf Papier, mit detaillierten regionalen Texten und hervorgehobenen Provinzen Bayern, Baden-Württemberg und Baden.

Reform der Regionalliga: Warum das Regionalmodell auf massiven Widerstand stößt

Vorschlag zur Regionalliga-Reform stößt auf scharfe Kritik

Ein geplanter Reformvorschlag für das Regionalliga-System hat bei Vereinen und Funktionären massiven Widerstand ausgelöst. Das von einer Arbeitsgruppe unterstützte Regionalmodell würde die Ligen neu ordnen – doch Kritiker halten es für ungerecht und schlecht durchdacht. Viele befürworten stattdessen das Kompassmodell, das Reiseaufwand und Wettbewerbsgleichheit besser ausbalancieren soll.

Eine 13-köpfige Arbeitsgruppe zur Regionalliga-Reform einigte sich auf eine Struktur mit vier Staffeln. Dem Plan zufolge sollten die Nord-, die Nordost- und die Bayern-Liga zu zwei Ligen zusammengefasst werden, während die West- und die Südwest-Staffel unverändert bleiben. Alle vier Meister würden weiterhin in die 3. Liga aufsteigen.

Doch der Vorschlag trifft auf heftige Ablehnung. Hermann Winkler, Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbands (NOFV), nannte das Regionalmodell "völlig realitätsfremd" und eine Bestrafung für kritische Vereine. Er argumentiert, das Kompassmodell behandle alle Teams gleich und vermeide die Auflösung des NOFV.

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Daniel Meyer, Sportdirektor des Halleschen FC, bezeichnete das Regionalmodell als "schlechten Witz". Er warf den Verantwortlichen vor, die Lage falsch einzuschätzen. Tommy Haeder, Sprecher der Kampagne "Aufstiegsreform 2025", sieht in dem Plan einen politischen Schachzug, der den deutschen Fußball spalten könnte.

Rund 70 Vereine in der Reforminitiative unterstützen stattdessen das Kompassmodell. Dieses würde die Ligeneinteilung jedes Jahr neu nach Reiseentfernungen ausrichten. Auch Toni Wachsmuth, Geschäftsführer des 1. FC Lokomotive Leipzig, betonte die Bedeutung der Regionalliga Nordost und sprach sich für den Kompass-Ansatz aus.

Die Debatte um die Regionalliga-Reform bleibt emotional aufgeladen. Vereine und Funktionäre lehnen das Regionalmodell weitgehend ab und bevorzugen das Kompass-System wegen seiner Fairness und Flexibilität. Das Ergebnis wird die Zukunft der viertklassigen Ligen in Deutschland prägen.

Quelle