26 March 2026, 08:22

Rekordtempo: Thüringens neues Energiespeicherprojekt entsteht in Monaten statt Jahren

Luftaufnahme einer Solaranlage mit Solarpanelen in einer grünen Wiese, umgeben von Bäumen und Wasser, mit einem Zug auf einer nahen Eisenbahnstrecke.

Rekordtempo: Thüringens neues Energiespeicherprojekt entsteht in Monaten statt Jahren

In Thüringen entsteht ein neues Energiespeicherprojekt mit ungewöhnlich schnellem Zeitplan

In Mühlhausen soll eine moderne Energiespeicheranlage gebaut werden – und das in Rekordzeit. Wie das Berliner Unternehmen Scale Energy bekannt gab, wird das System von der Planung bis zur Netzanbindung in nur wenigen Monaten realisiert. Der Speicher entsteht am Standort des Cordenka-Viskosefaserwerks in Mühlhausen und soll eine Kapazität von vier Megawattstunden (MWh) aufweisen.

Scale Energy spezialisiert sich auf den Bau und Betrieb von Batteriespeichern direkt auf Industriegeländen. Das Unternehmen identifiziert ungenutzte Kapazitäten in bestehenden Netzanschlüssen und nutzt diese für Speicherprojekte. Dadurch entfällt der Bedarf an neuer Netzinfrastruktur, und Genehmigungsverfahren werden deutlich beschleunigt.

Die Anlage in Mühlhausen wird zwei Hauptzwecke erfüllen: Sie wird Netzdienstleistungen erbringen und Energie an den Strommärkten handeln. Durch die Nutzung des bestehenden Anschlusses gelingt der schnelle Übergang von der Entwicklung in den Betrieb. Die Inbetriebnahme ist für das vierte Quartal 2026 geplant.

Das Modell kommt sowohl Scale Energy als auch seinen Industriepartnern zugute. Standortbetreiber wie Cordenka stellen Fläche und Netzanschluss ohne Vorabinvestitionen zur Verfügung und partizipieren an den erzielten Erträgen. Je nach Marktlage könnte das System zudem die Strombeschaffungskosten des Werks senken.

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Das Projekt zeigt, wie Batteriespeicher schnell umgesetzt werden können, wenn sie in bestehende Industrieinfrastrukturen integriert werden. Sie erhöhen die Flexibilität des Stromsystems, stabilisieren das Netz und unterstützen die Einbindung erneuerbarer Energien.

Die Speicheranlage in Mühlhausen demonstriert einen schnellen und effizienten Weg, um die Speicherkapazitäten auszubauen. Durch die Nutzung bestehender Industrieanschlüsse entfallen langwierige Genehmigungsverfahren und der Bau neuer Netzinfrastruktur. Sobald die Anlage in Betrieb ist, wird sie zur Netzstabilität beitragen und dem Standortpartner wirtschaftliche Vorteile bieten.

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