20 June 2026, 12:16

Sachsen-Anhalt setzt auf internationale Fachkräfte – doch viele Betriebe zögern noch

Eine wachsende Zahl von Unternehmen in Sachsen-Anhalt setzt auf internationale Arbeitskräfte - fast 9 % aller Mitarbeiter kommen nicht aus Deutschland

Sachsen-Anhalt setzt auf internationale Fachkräfte – doch viele Betriebe zögern noch

Zahl der Unternehmen mit ausländischen Beschäftigten in Sachsen-Anhalt stark gestiegen

In Sachsen-Anhalt hat sich die Zahl der Betriebe, die ausländische Arbeitskräfte beschäftigen, in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. 2025 hatten 11.539 Unternehmen mindestens eine internationale Fachkraft in ihren Reihen – mehr als doppelt so viele wie noch vor einem Jahrzehnt. Dieser Anstieg spiegelt einen grundlegenden Wandel auf dem Arbeitsmarkt der Region wider.

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Innerhalb der letzten zehn Jahre ist die Zahl der ausländischen Beschäftigten in Sachsen-Anhalt um 308 Prozent gestiegen. Allein zwischen Juni 2024 und Juni 2025 erhöhte sich die Zahl um 5.560. Mittlerweile stammen fast 9 Prozent aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Region aus dem Ausland.

Trotz dieses Wachstums stellen jedoch noch immer fast drei Viertel der Unternehmen keine internationalen Arbeitskräfte ein. Viele begründen dies mit mangelnder Erfahrung oder Unsicherheiten. Größere Betriebe beschäftigen dabei deutlich häufiger ausländisches Personal als kleinere.

Auch der Anteil der Unternehmen mit ausländischen Mitarbeitenden steigt kontinuierlich. Zwischen 2020 und 2025 erhöhte sich die Zahl um 43 Prozent. Heute beschäftigt jedes vierte Unternehmen in Sachsen-Anhalt mindestens eine Person aus dem Ausland.

Markus Behrens, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt–Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, sieht in der Zuwanderung einen entscheidenden Faktor für die Fachkräftesicherung in der Region. Die Daten zeigen einen klaren Aufwärtstrend bei der Beschäftigung von ausländischen Arbeitskräften – und zwar in Betrieben aller Größenordnungen. Die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt Sachsen-Anhalts werden immer spürbarer.

Quelle