22 March 2026, 14:25

"Schluss jetzt!": Hamburg protestiert gegen sexualisierte Gewalt und digitale Übergriffe

Gruppe von Menschen marschiert mit einem "Solidarität und Feminismus"-Schild die Straße entlang, mit parkenden Fahrzeugen, Gebäuden, einer Schüsselantenne und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Demonstration in Hamburg gegen sexualisierte Gewalt - "Schluss jetzt!": Hamburg protestiert gegen sexualisierte Gewalt und digitale Übergriffe

"Schluss jetzt!" – Protest in Hamburg für mehr Schutz vor sexualisierter Gewalt

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Am kommenden Donnerstag findet in Hamburg um 17:30 Uhr eine Demonstration unter dem Motto "Schluss jetzt!" statt. Organisiert wird die Kundgebung von der SPD-Politikerin Annika Urbanski und unterstützt von der Klimaaktivistin Luisa Neubauer. Die Teilnehmer fordern strengere Maßnahmen gegen sexualisierte Gewalt – insbesondere vor dem Hintergrund jüngster Vorwürfe, die in Deutschland eine Debatte über digitalen Missbrauch neu entfacht haben.

Anlass der Proteste ist auch der Fall der Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes, die im März 2026 ihren Ex-Partner, den Schauspieler Christian Ulmen, der digitalen Gewalt beschuldigte. Ihre Vorwürfe umfassen den Missbrauch von Deepfake-Technologie und Identitätsbetrug und zeigen auf, wie deutsche Gesetze im Vergleich zu strengeren Regelungen etwa in Spanien Lücken aufweisen. Der Fall hat seitdem eine breitere Diskussion über notwendige Rechtsreformen ausgelöst, um Opfer besser zu schützen.

Ulmens Anwalt hat mittlerweile angekündigt, gegen Medienhäuser wegen ihrer Berichterstattung zu klagen. Die Verteidigung wirft den Veröffentlichungen vor, auf unbewiesene Verdächtigungen zu setzen und einseitige Darstellungen zu verbreiten. Dennoch zielt die Demonstration darauf ab, Solidarität mit Betroffenen zu zeigen und härtere Konsequenzen für Täter zu fordern.

Hintergrund der Kundgebung sind zudem zahlreiche Berichte über sexualisierte Gewalt in den letzten Monaten. Die Organisatoren betonen die Dringlichkeit struktureller Veränderungen und rufen die Politik auf, Schlupflöcher zu schließen, die Opfer sowohl digitaler als auch offline begangener Übergriffe schutzlos zurücklassen.

Bei der Hamburger Veranstaltung kommen Aktivisten, Politiker und Bürger zusammen. Ihre zentralen Forderungen: rechtliche Grauzonen beseitigen und schnellere Gerechtigkeit für Betroffene sexualisierter Gewalt durchsetzen. Die Demonstration ist ein weiterer Schritt in der anhaltenden Bewegung für eine Reform der deutschen Justiz in solchen Fällen.

Quelle