Schnieder lehnt Extra-Gelder für die Bahn ab – "Effizienz statt Milliarden"
Maria-Theresia ThanelSchnieder lehnt Extra-Gelder für die Bahn ab – "Effizienz statt Milliarden"
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat Forderungen nach zusätzlichen Mitteln für die Deutsche Bahn zurückgewiesen. Stattdessen bestehe er darauf, dass der Bahnkonzern sein bestehendes Budget effizienter einsetzen müsse, um die Zuverlässigkeit zu erhöhen und die Infrastruktur zu modernisieren.
Schnieder bestätigte, dass in dieser Legislaturperiode bereits fast 170 Milliarden Euro für die Deutsche Bahn bereitstünden. Davon seien über 106 Milliarden Euro speziell für Schienenprojekte vorgesehen. Seine Argumentation: Mit diesen Geldern könne das Unternehmen erhebliche Fortschritte erzielen – vorausgesetzt, es konzentriere sich auf betriebliche Verbesserungen und den Ausbau der Infrastruktur.
Der Minister schloss „kurzfristige riesige Sprünge“ bei der Netzsicherheit aus. Stattdessen betonte er, dass jedes abgeschlossene Bauvorhaben schrittweise die Leistungsfähigkeit des Systems steigere. Zudem forderte Schnieder mehr Effizienz, eine schnellere Digitalisierung und einen beschleunigten Infrastrukturausbau, um das Schienennetz zu stärken.
Nun steht die Deutsche Bahn vor der Aufgabe, die bereitgestellten 170 Milliarden Euro optimal zu nutzen. Die Haltung des Ministers bedeutet: Es wird kein zusätzliches Geld geben. Der Fokus bleibt auf besseren Prozessen, Digitalisierung und Infrastrukturentwicklung, um die Servicequalität zu verbessern.
