Sechsmal Berlin-Halbmarathon: E. läuft für Sea-Watch und eine Tradition
Claudius KeudelSechsmal Berlin-Halbmarathon: E. läuft für Sea-Watch und eine Tradition
E. ist nach Berlin zurückgekehrt, um zum sechsten Mal am Berlin-Halbmarathon teilzunehmen. Wie jedes Jahr läuft sie auch diesmal für einen guten Zweck: Sie sammelt Spenden für Sea-Watch. Ihre Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren in der Flughafenstraße, wo sie sich für den großen Lauf aufwärmt.
Das Event hat für E. eine besondere Bedeutung. Jedes Jahr reist sie extra in die Stadt, um dabei zu sein. Diesmal trägt sie eine dünne rote Jacke – ein Geschenk des Erzählers, der sich erinnert, wie E. ihn vor fünf Jahren überredete, sich ebenfalls für den Lauf anzumelden.
In einer Sprachnachricht hört man ihre Vorfreude, ihre Stimme ist hell und voller Energie. Selbst nach dem Rennen findet sie noch die Kraft für eine weitere Joggingrunde. Freunde versammeln sich, um sie zu unterstützen: Sie kochen für sie, massieren ihre müden Beine und hören ihren Marathon-Geschichten zu. Einige treffen sich zu einem Picknick auf dem Tempelhofer Feld, andere feiern bei ihr zu Hause.
Auch Musik prägt die Stimmung. In einem Video hallt Björks Stimme durch einen Clip über das Berghain. Ein anderer Moment zeigt Rosalía, die singt: "Mein Zorn ist ihr Zorn, ihre Liebe ist meine Liebe, ihr Blut ist mein Blut." Die Playlist unterstreicht das Gefühl von Zusammenhalt und gemeinsamer Anstrengung.
Für E. ist der Lauf mehr als nur ein Rennen – es ist eine Tradition, eine Herausforderung und eine Möglichkeit, etwas zurückzugeben. Trotz Erschöpfung treibt sie ihr Durchhaltevermögen an, Jahr für Jahr.
E.s jährliches Marathon-Engagement kommt Sea-Watch zugute, auch wenn unklar bleibt, wie lange sie sich bereits für die Spendenaktion einsetzt. Nach dem Rennen sorgen ihre Freunde dafür, dass sie wieder zu Kräften kommt – mit Essen, Geschichten und Musik. Wie immer verlässt sie das Event müde, aber erfüllt und bereit, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.






