17 June 2026, 18:23

Sozialwohnungen in Deutschland: Trotz Milliardenförderung wird es immer weniger bezahlbaren Wohnraum

Auch im Jahr 2025 gingen 20.000 Sozialwohnungen verloren

Sozialwohnungen in Deutschland: Trotz Milliardenförderung wird es immer weniger bezahlbaren Wohnraum

Deutschlands Sozialwohnungsbestand schrumpft trotz staatlicher Bemühungen

Bis Ende 2024 verfügte das Land noch über knapp 1,05 Millionen preisgebundene Wohnungen. Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) hat bis 2029 Fördermittel in Höhe von 23,5 Milliarden Euro zugesagt, um die Knappheit zu bekämpfen.

Die aktuellen Zahlen zeigen ein uneinheitliches Bild in den Bundesländern: Baden-Württemberg verzeichnete mit 3.046 neuen Sozialwohnungen den höchsten Nettozuwachs, gefolgt von Niedersachsen mit 1.240 und Sachsen mit 944 Einheiten. Nordrhein-Westfalen verlor hingegen 18.538 Wohnungen, nachdem 26.421 aus der Preisbindung gefallen waren – obwohl 6.773 Neubauten fertiggestellt wurden.

Auch Berlin und Bayern meldeten Rückgänge: Hier fehlten 2.957 beziehungsweise 2.790 Wohnungen. Bundesweit wurden 57.621 Sozialwohnungen aus dem geförderten Bestand genommen. Bis Ende 2025 war die Gesamtzahl im Vergleich zum Vorjahr um 20.000 gesunken.

Im Studentenwohnheimbereich kamen immerhin 4.701 neue Plätze hinzu. Die Wohnungsexpertin der Linken, Lay, kritisierte den bundesweiten Mangel von fast einer Million Wohnungen und bezeichnete die angekündigten Mittel als unzureichend.

Mit dem 23,5-Milliarden-Plan will die Regierung den Sektor stabilisieren. Doch die jüngsten Daten belegen einen anhaltenden Rückgang bezahlbaren Wohnraums. Die Sozialwohnungen geraten zunehmend unter Druck, da in vielen Regionen mehr Bestände verloren gehen als neu geschaffen werden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle