27 March 2026, 18:22

SPD plant Milliarden-Reform: Rentenfonds soll Start-ups in Deutschland retten

Alte deutsche Regierungspapiere mit rotem Stempel, Text und Zahlen auf altem Papier.

SPD plant Milliarden-Reform: Rentenfonds soll Start-ups in Deutschland retten

Drei SPD-Abgeordnete haben einen Plan vorgelegt, um den deutschen Start-up-Sektor durch Reformen der Renten- und Anlagevorschriften zu stärken. Der Vorschlag sieht vor, die WIN-Initiative von 12 auf 25 Milliarden Euro bis 2030 auszubauen. Kernstück ist ein neuer Bundesfonds Altersvorsorge, der Altersvorsorgegelder in wachstumsstarke Unternehmen lenken soll.

Die Änderungen knüpfen an jüngste Bundestagsreformen zur privaten Altersvorsorge an, die die veraltete Riester-Rente durch einfachere, ertragreichere Modelle ersetzt haben. Falls angenommen, würden die Maßnahmen auch die Vorschriften für Versicherer und Pensionsfonds lockern, um Investitionen in Start-ups zu erleichtern.

Der Vorschlag stammt von Philipp Rottwilm, Parsa Marvi und Daniel Bettermann aus dem Seeheimer Kreis der SPD. Ihr Plan umfasst einen Bundesrentenfonds, der bis zu fünf Prozent seines Vermögens in Start-ups oder europäische Unternehmen vor dem Börsengang investieren könnte. Zunächst wäre dieser Fonds für betriebliche und private Altersvorsorge freiwillig, langfristig könnte er aber auch Teile der gesetzlichen Rente finanzieren.

Um breitere Investitionen zu fördern, schlagen die Abgeordneten vor, die Regeln für Versicherer und Pensionskassen zu lockern. Zudem werden Forschungssteuergutschriften (Förderung von F&E), schnellere Unternehmensgründungen (etwa innerhalb von 24 Stunden) und Gründerschutzzonen vorgeschlagen. Privatpersonen sollen über neue Tranchen in Dachfonds leichter Zugang zu Wachstumsunternehmen erhalten.

Die Reformen bauen auf jüngsten Änderungen auf, darunter die vom Bundestag beschlossene Neugestaltung der privaten Altersvorsorge, die Finanzminister Lars Klingbeil als einfacher und kostengünstiger lobte. Die Kapitalmobilisierung im neuen System soll 2026 beginnen, unterstützt durch den Deutschlandfonds und den Wachstumsfonds II, der bereits eine Milliarde Euro für Start-up-Investitionen bereitgestellt hat.

Die Abgeordneten argumentieren, dass diese Schritte das Ziel der WIN-Initiative verdoppeln könnten – von 12 auf 25 Milliarden Euro bis 2030. Ihr Plan passt zu SPD-Chef Klingbeils Bestrebungen, ein kapitalgedecktes Rentensystem zu schaffen, das gesetzliche Rente mit privaten Anlagechancen verbindet.

Sollten die Reformen umgesetzt werden, würde dies einen Wandel in der Finanzierung von Renten und Start-ups in Deutschland bedeuten. Der Bundesfonds Altersvorsorge würde Ersparnisse in Wachstumsunternehmen lenken, während gelockerte Regeln zusätzliches Kapital von Versicherern und Privatpersonen freisetzen könnten. Die ersten Investitionen im neuen System sind für 2026 geplant, die erweiterte WIN-Initiative soll ihr angepasstes Ziel von 25 Milliarden Euro bis Ende des Jahrzehnts erreichen.

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